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Zehnter Band.
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auf dieses Herzogrhum, das bisher für ein Leibgedinge seinesHauses gegolten; und obgleich der Adel in beiden Ländern derGemeinsamkeit der Landtage und der Gesetze widerstrebte/ so ge.lang es ihm doch/ sie zu einem einzigen politischen Körper zuverschmelzen.

Zwischem'egierung.

DaS Geschlecht der Jagellonen/ welches Polen sieben Königegegeben hatte / endete mit Sigism und August (1572). Nunbegann eine Zeit wilder Stürme/ in welcher Prätendenten undParteien auftauchten und sich einander bekämpften / Einheimischeund Fremde/ politische und religiöse Aufwühler über das Landschweres Unheil herbeiführten. Endlich vereinigten sich die Par.teicn zu dem„Frieden der Dissidenten" und sie stellten die paetneonveiitn auf, welche der neue König beschwören sollte. Nachdenselben sollte er bei Lebzeiten keinen Nachfolger bezeichnen, ohneWissen des Senats keinen Gesandten fremder Mächte empfangendürfen; auf dem Reichstage solle er die Einstimmigkeit erhalten;sechszehn aus der Mitte des Reichstags gewählte Senatorensollten stets um ihn sein als Wächter über die Freiheiten derNation; die Erträgnisse der Berg. und Salzwerke sollten denbetreffenden Grundbesitzern gehören; die Aemter und Würdensollten nur Eingebornen verliehen werden.

Unter den Thronprä'tcndenten war Iwan tV, welcher, wenner Moökomien, Polen und Lithauen unter seinem Szepter vcr.einigt hätte, den unvermeidlichen Kämpfen unter den Völkernslavischer Race ein Ende gemacht und ihr Uebergewicht über dieTartaren und Osmanen gesichert haben würde. Allein der Hoch'muth dieses Wüthenden und sein griechisches Bekenntniß ließenihn beim Reichstage durchfallen. Protestantische deutsche Fürstenwurden gleichfalls verworfen. DaS österreichische Haus hatteschon seit einiger Zeit versucht, eine Stellung unter den slavischenStämmen, als eine Art von Mittelglied zwischen den Nord. undden Südländern, zu gewinnen, jedoch scheiterten diese Bemühungenan dem Mißtrauen der Slaven, an der Furcht, wie die Böhmenund Ungarn unterworfen zu werden. Die Wahl des KönigSvon Schweden, indem sie die Vereinigung dieses Königreichs mitPolen herbeiführte, hätte deren Uebergewicht über Rußland ge.sichert. Endlich entschied man sich für Heinrich von Valois,den spätern Heinrich IN von Frankreich.