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Zehnter Band.
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Heinrich v. Valois. 1573.

Derselbe mußte dem Reichstage, auf welchem nicht wenigeralS 100/000 Landboten zusammenkamen, weitgehende Versprechun.gen machen. Wenn er bei einer oder der andern BedingungAnstand zu nehmen schien, so bemerkte ihm der ReichScagSmar"schall trocken: 8i HON jurnbis, non rsAuabis. Diesen pnetnevnventn ward die Klausel hinzugefügt, sobald der König sichdagegen verfehle, höre die Verpflichtung auf, ihm zu gehorchen.Das Statut bildete die Grundlage der auch von den nachfolgen,den Königen zu unterschreibenden Bedingungen, welch die völligeGleichstellung der Edlen unter steh, und ihr Recht, niemals, selbsteines Verbrechens wegen, auf Verdacht ohne Ueberführung ver.haftet zu werden, aufstellten *).

Heinrich, anfänglich beliebt wegen seiner freundlichen Ma.Nieren und alü tapferer Zecher, ward in demselben Maße un.volkSthümlicher, alS er seinen Widerwillen gegen die Polen undsein Verlangen nach Frankreich weniger verbarg. Und sobaldsein Bruder Karl IX starb, entfloh er in der Nacht auS War.schau, um einen glänzender», wenn auch nicht minder stürmischenThron einzunehmen.

Stephan Bathori. 1574.

Der Reichstag erklärte ihn für abgesetzt, und StephanBathori, Fürst von Siebenbürgen, ward als sein Nachfolgervorgeschlagen. Da derselbe von dem Großherrn Amurat 111unterstützt wurde, so gab seine Wahl Hoffnung auf Erhaltungdes Friedens mit den OSmanliS. Zudem war er ein guter Krie.ger, von einnehmender Persönlichkeit, unterrichtet, nicht durchErbschaft, sondern durch Verdienst zur Herrschaft gelangt, einFürst, der seinem Lande Ruhe gegeben und daselbst Katholikenund Protestanten versöhnt hatte. Seine Wahl erschien um soangemessener, als 100,000 Krim'sche Tartaren daS vertheidigungS.lose Polen überfallen, 55,000 Menschen, 150,000 Pferde, 500,000Stück Hornvieh, 200,000 Schafe aus dem Lande geführt hatten.Bathori wurde darum mit stürmischem Zuruf zum Könige ver.langt, allein da unpassend erschien, einen Vasall der Pforte zuwählen, so ward der Königstitel seiner zukünftigen Gemahlin

') Lengnich und ChawykvwSke, xudlionm kotalliLv. Pfeffer,Denkschrift über die Regierung Polens.