Band 
Zehnter Band.
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hoffte. Zu dem Zwecke gab er sich auch als Freund der Sol-daten, die er fortwährend zu beschäftigen suchte. Da er denReichstag nicht zu bewegen vermochte, fremde Truppen zu besol.den, wollte er den Kosaken ihre Privilegien zurückgeben, und ließsie die Tartaren so lange reizen, bis diese die Republik angriffen.Sein Tod (1648) schnitt die Verfolgung dieser Pläne ab; alleindie Tartaren halten sich bereits erhoben und die Kosaken gabenihnen nichts nach im Plündern und Verheeren, so daß dieseZwischcnregierung noch unheilvoller sich gestaltete alö die früheren.

So unausgesetzt mit Russen, Türken, Tartaren und Schwe-den kriegend, beständig von den Parteien und den religiösenStreitigkeiten bedrängt und der unbändigen Kosaken sich kaumerwehrend, konnten die polnischen Könige nichts thun für einebessere Regierung des Landes, welches zerrissen, zertreten, elendblieb. Das arme Volk schmachtete unter der unmenschlichenTyrannei der Edelleute, gegen welche der König unmächtig war;und die andern Mächte belauerten diese Zuckungen der polnischenRepublik, wie der Geier die des Selbstmörders, der ihm einebaldige Beute verheißt.

Sechstes Kapitel.

Französische, spanische und portugiesische, englische,deutsche und nordische Literatur.

Wir konnten bisher *) auf die italienische Literatur denganz überwiegenden Nachdruck legen; während aber die frühzeitigeBlüthe der Literatur in Italien nun allmälig hinwelkte, reiftesie bei den übrigen europäischen Nationen, von jener erzogen, zugedeihlichen Früchten.

Französische Literatur.

Die Franzosen, die zwar Italien nicht erobern konnten,ernteten daselbst die Liebe zu den Künsten und Wissenschaften,Kenntnisse, Bildung und Geschmack**). Ludwig Xlt ließ

Siehe diesen Band, Abtheil. I. Kap. X.

««) Castiglione sagt in seinem „Höfling": „Die Franzosen kennen blos