Band 
Zehnter Band.
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durch den Mönch Gaguin die reichste Bibliothek seiner Zeitsammeln, entführte die der Beherrscher von Mailand und Neapel,und lud Männer wie Johann Lascaris und HieronymusAle and er an seinen Hof. Aber die wissenschaftliche Anregungwar schwankend und vorübergehend. Franz I, etwas voreiligmit dem Namen eines Vaters der Wissenschaften ausgezeichnet,umgab sich mit Gelehrten, verfolgte sie dann nach und nach undunterdrückte eine Freiheit, die er zu fürchten begann. Daö vonihm begründete „OolleAtz äe Kranes" erneuerte zwar die Liebezum Griechischen und Hebräischen, aber die Eifersucht der Großenauf alle Männer der Wissenschaft verengerte gar bald die weit-gehende Grundidee dieser Institution, und das Studium derorientalischen Sprachen brachte in den Geruch -er Ketzerei.Den Vorrang unter den Pflegern deS Griechischen behauptet dergroße Gelehrte Budsi, den selbst sein Rival Erasmus „dasWunder von Frankreich" nannte. Der Ehren lateinischer Wis.senschaft warteten Stephan Dolet, im 38sten Lebensjahr alsKetzer verbrannt, der sanfte Muret und der ausgezeichnete Ca-saubon. Die Druckerfamilie Etienne aber verbreitete durchkorrekte und listenreiche Ausgaben die Kenntniß dieser Klassiker,an denen der König Gedankenklarheit, edle Einfachheit undrlegant genauen Ausdruck schätzte.

Dergleichen ewige Muster des guten Geschmacks ließen indeßdie Nationalsprache nicht vernachlässigen. Sie war bereits anden Gerichtshöfen eingeführt, von Grammatikern erläutert, vonUebersetzern verfeinert, und durch muernde Versuche bereichertworden. Nur kamen diese letzteren allzuhäusig vor, wie das injeder Sprache der Fall ist, die noch keine feste Literatur bat.Andererseits ist wenig Gewicht zu legen auf jene zahlreichen Nach.ahmungen deS „ILomun äo lakdosa" und der „lkepues kranelws",die sich in Ermanglung aller Genialität mit neuerfundenen Kün.steleien abquälten. DaS am Hofe der Katharina v. MediciMode gewordene Italienisch führte eine Fluch von Fremdwörternund Redensarten herbei. Dennoch vermehrten auch diese denReichthum und die Biegsamkeit der Landessprache.

die Würde der Waffen; Alles Andere schätzen sie für Nichts, sv daßsie nicht nur der Wissenschaften unkundig find, sondern sie sogar ver-achten, und alle Gelehrten für erbärmliche Menschen halten; ja siemeinen dem eine große Grobheit zu sagen, den sie einen Schreiberheißen."