Band 
Zehnter Band.
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Calvin, der Reformatgr, beförderte den Aufschwung deöFranzösischen, indem er eS in seinen theologischen Streitschriftenbenutzte, und der Styl seiner „Institution clu-etienno" ist kräf.tiger und kühner als der in irgend einem anderen Buche diesesJahrhunderts.

Amyot. 1513—1593.

JacqueS Amyot bot in seiner Uebersetzung des Plut-arch Alles auf, was seine Heimatsprache an Wohllaut undAnmuth besaß; fügte neue Verschönerungen, nationale Eigen,thümlichkeiten hinzu, und gab ihr jene Geschmeidigkeit, welchedem Calvin fehlte, indem er das Natürliche der Uebertragungmit dem Künstlichen des Originals verband. Seine ausdauerndenBemühungen wurden von De Vayr nachgeahmt, dem Ueber,setzer des Horaz, Cicero und Demosthenes; vou Coeffeteauund Väuge las, den Bearbeitern des Florus und CurtiuS;und endlich von Montaigne mit der ihm eigenen gefälligenEinfachheit, die Latinismen, und Periodcnsucht gleichmäßig meidet.Die Lebhaftigkeit, welche die „8utiro msuippöo" und andereSchriften aus der Zeit der Liga der Volkssprache verliehen,mußte natürlich in dem Maße zunehmen, als die konfessionellePolemik sich ausdehnte. Aber alle diese Schriften waren imGeist der Epoche von der Leidenschaft des Momentes eingegeben,voll persönlicher Uebertreibungen, die sie zwar für den Augen,blick sehr wirksam machten, jedoch ohne höheren Aufschwung,der ihnen allgemeinere Geltung verschafft hätte.

Marot. 1495-154». — Villou.

Element Marot srudirte mehr die damaligen französischenRomantiker als die alten Classiker,*) nahm ihre symbolische

v) 3'»', 1» äos snlnts In I-öxonäs äoreo;

3'ni In Näsln, lo tres-noble orsteur;

Lt l/snoelot, le trös-plsissiit Monteur;3'si In sussi lo komsn äs In kose,INslstrs en Nmonr, st Vsl^rs et Oross6ontons Iss kalts äes sntigues komsin».

„Ich las der Heil'gen „goldene Legende";Las Alain mit dem edlen Rednermunde;Den Lancelot voll art'ger Lügenkunde,