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ihn zurückhielten, bis einige theilnehmendc Personen sich zurBezahlung seiner Schulden und seiner Fahrt nach Europa ver.einbartcn. Er langte in Lissabon an, wo eben die große PestgehauSt hatte. Was Wunder, wenn man sich unter solchen Um-ständen wenig um einen Dichter kümmerte? Wer sollte einemMenschen Unterhalt gewähren, der aus einem Lande kam, woso viele andere sich bereichert hatten! Alles, waS er erlangenkonnte, war ein kleines Jahrgrhalt, das König Sebastian,der die Widmung seines Gedichtes annahm, ihm zukommen ließ.Doch überhob dies ihn nicht der Nothwendigkeit, gar oft dieBarmherzigkeit der Klöster in Anspruch nehmen oder einen java-nesischcn Diener, den er aus Indien mitgebracht hatte, Abendsauf den Bettel schicken zu müssen, bis ihm Krankheit Aufnahmein's Spital verschaffte. Mit Recht konnte er daher sagen:„Portugal allein, zufrieden mit dem Ruhm der Waffen, ver.schmäht den der schönen Künste und Wissenschaften. Die Leierder Musen schmeichelt seinem Ohre nicht und der himmlischeZauber der Poesie bleibt stumm für sein Herz, aus Unkenntnißverachtet eS eine göttliche Kunst". Aber anstatt einem Vater-lande, welches ihn vergaß, zu fluchen, war er von der bestän-digsten Liebe zu ihm beseelt und er konnte mir vollem Bewußt,sein der Wahrhaftigkeit bei der Unglücksbotschaft von Alcadar-Quivir, das der portugiesischen Macht einen tödtlichen Stoßversetzte, auf dem Todbette sagen: „Ich war meinem Vater,lande so zugethan, daß ich mich glücklich schätze, nicht nur inseinem Schooße, sondern auch mit ihm zu sterben". So schieder unbeachtet, um erst über dem Grabe das traurige Glück end.licher Anerkennung zu finden.
So war eS nicht Lüge, wenn er sagte: „Nicht eitlen LohneSSucht, sondern wahre Vaterlandsliebe begeisterte mich zum Ge.sänge"; denn keiner der neuern epischen Dichter war nächstDante so sehr von ihr durchdrungen wie er. Er glaubte denRuhm desselben nicht besser erheben zu können, als durch Ver.herrlichung seiner Seezüge, und dies war die glücklichste Wahl.Denn die glänzenden Tage des RinerrhumS waren verschwunden,die Kreuzzügc hakten jede Bedeutung verloren; im Gegensatz zusolchen hohen Ideen hatte sich der Geist mehr dem nüchternenNützlichkeitsprinzipe zugewendet und machte Entdeckungen zumHauptziel seiner Bestrebungen; aus ihnen zogen die EinbildungS.kraft und die Wissenschaft ihre Nahrung; sie vermittelten die
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