Band 
Zehnter Band.
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er jedoch durch den Hauch der Schönheit/ großen Reichthum anEinbildungskraft und Glanz der Farben weniger ermüdend machte.Glonana, die Feenkönigin, beauftragt bei dem Feste/ welches stejedes Jahr volle acht Tage lang in ihrem verzauberten Palastgab/ zwölf Rircer/ die das Looö bestimmte/ den Klagen ihrerUnterthanen gerecht zu werden. Jeder dieser Cavaliere bildetdaS Symbol einer Tugend; Elisabeth ist dargestellt in derPerson der Feenkönigin und Sidney in der ArrhurS. Dar.aus entwickeln sich nun zwölf Legenden zu zwölf Gesängen/deren jeder 40—60 Oktaven umfaßt. Der Plan ist nicht ebenlobenöwerth zu nenne«/ obgleich man sich keine vollständige Ideedavon machen kann/ da er zur Hälfte nur in Ausführung wenig.stcnS in die Oeffcntlichkcit gelangte. Der erste Theil ist beiweitem der beste; dargestellt durch den Ritter deS rothen KrcuzeSwird der kämpfende ChristianiSmuö durch Hül e der JungfrauEinS/ d. i. der wahren Kirche, und unterstützt von Glaube,Hoffnung und Liebe, gerettet vor der verführerischen Duessa,welche den PapiSmuS repräsentirt.

Man hat ihn mit Ariost in Parallele gestellt; und in derThat hat der eine wie der andere Liebe und Hoflcben besungen,jeder den Fürsten geschmeichelt; aber wenn Königin Elisabethein ganz anderer Gegenstand für pocrische Begeisterung war, alsdie kleinen Fürsten von Este, handhabte der Italiener mit un.vergleichlicher Geschicklichkeit eine schon hoch gebildete Sprache,während hinwieder diejenige, die Spencer gebrauchte, noch inder Entwicklung begriffen war, wobei er vergeblich sich bemühte,ihr ein archaisches Gepräge zu gebest. Er überflügelt den Ariostan Erfindung, an Gewalt und Mannigfaltigkeit der Charaktere,an Gedankentiefe, an Fülle der Einbildungskraft, an Höbe derAuffassung, steht ihm aber bedeutend nach an Lebendigkeit, Leich.tigkeit und gefälliger Anmuth. Wenn jedoch bei dem Italienerschon die Maschinerie der Zauberei den am wenigsten ansprechen,den Theil bildet, wie sollen wir in dieser Hinsicht bei Spenceruns zurechtfinden, wo sre nicht eine einfache Zierralh, vielmehrden Hintergrund der Dichtung ausmacht? Ariost schreitet hüpfend,sich weit verbreitend und spottend über sich und seinen eigenenStoff weiter; von seinem Zeitalter gebildet, glaubt er nicht andie Fabeln, ja zuweilen nicht einmal an die Wahrheit und liebtLachen und Lust. Spencer wagt nach Luther und Cranmerfesten Glauben an das Nitlerthum zu affekcircn, behandelt die