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frau Guttons Nadel", das ende regelmäßige englische Lustspiel(1566) von John Still, später Bischof von Bath, ist zwarniedrig und obszön, aber sprudelt von komischer Lebendigkeit und
oder des anderen Elementes bei ihrer Verbindung zu verhindern. —Die Heiligkeit der Mysterien, die Engigkeit der Moralitäten, die idealeErhabenheit beider schien einen Gegensatz, die Darstellung des realen,wirklichen Lebens, den Kontrast des Niedrigen und Gemeinen heraus-zufordern , wenn die Elemente des Schauspiels sich vollständig zusam-menfinden sollten. Waren jene höher gehaltenen Anfänge des Dramasvon Kirche und. Schule ausgegangen , so sollte dieser Gegensatz desKomischen und Burlesken in seiner ersten selbstständigen dramatischenGestaltung vom Höre ausgehen. Seit der höfischen Kunst der Trou-badours und Minnesänger im 12, und 13. Jahrhundert hatten sichSänger, Erzähler, Minstrels, Harfenspieler, Gaukler und lustige Per-sonen reisend und dienend an kunstfreundliche Hö>'e gezogen, Das Be-dürfniß geistiger, musikalischer Unterhaltung, finniger und komischerArt, nistete sich so an den Höfen ein. In roheren, kriegsbewegtenZeiten, wie im 14. Jahrhundert, erscheint dies Geschlecht mehr in denHintergrund gedrängt; in anderen milderen Zeiten, wie im 15. Jahr-hundert, tauchten sie dann wieder überall auf, War irgendwo in Eu-ropa eine friedlichere Stätte gewesen, wo sie gediehen, so wanderten sievon da in alle Welt, denn ihre Kunst war trotz des Sprachnnterschiedcswie ein Gemeingut. So wissen wir, daß im 15. Jahrhundert deutschePoeten ihre Kunst nach Dänemark und Norwegen, dänische und öster-reichische Hossänger nach England trugen. Gaukler, Spieler, Hofnarrenund Säuger in ihren verschiedenartigen Produktionen sind so die un-mittelbarsten Schöpfer dramatischer Ausführung und die Pfleger derSchaulust geworden, die seit dem 14. Jahrhundert die bescheidenereFreude des Gehörs an dem Gesänge der Dichter verdrängte. DasVergnügen an allem möglichen Schanwerk, an Verkleidungen undMummereien ward in diesen Zeiten allgemein. Aus Frankreich kamendiese stummen Spiele, diese Zwischenspiele hentremsts, intersuäes)nach England herüber; unter Eduard II! schon werden königlicheSpiele genannt, die Wohl nichts anderes waren. Unter Heinrich VIIIwurde dies Prunkwesen förmlicher ausgebildet; kostbare Verkleidungenund Masken waren unter ihm gewöhnlich; die Bankette am Hofe undLei Privaten wurden von Zwischenspielen unterbrochen... Die bildlicheFigur, die Allegorie herrschte in allen diesen Lustbarkeiten vor. Dieäußerlichste Freude an der bloßen Verkleidung führte auf sie hin, undsie mag in Schäferspiele» und Hofmasken aller Art ebenso früh, jafrüher eine dramatische Ausbildung erhallen haben, als in der Mora-lität. Gerade in den Festlichkeiten der Höfe aber trat das Drama als-dann zuerst wieder aus der Allegorie, aus der flauen Allgemeinheitheraus in die Besonderheiten des wirklichen Lebens. Wie sehr die