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Die Koma vetus et »ovu(1633) desDonato (1529— 68)wird von Einigen nicht blos den früheren Werken ähnlichenInhalts, sondern auch der Arbeit von Nardini vorgezogen.— Ottavio Ferrari (1642—54) verfaßte die beste Abhand-lung über die Sitten der Römer, und Pignorio erklärte dieJsistafel. Wichtiger ist daS Ooipus inserchtioimm von Joh.Brüter von Antwerpen, dem letzten Conservator der Palari-Nischen Bibliothek. Er nahm zur Grundlage die Sammlung deSMartin SmeziuS von Brügge, welche nach dessen Ermor«düng auf Kosten der niederländischen Freistaaten im Jahr 1588war herausgegeben worden, bereicherte dieselbe jedoch mit einergroßen Menge anderer Inschriften; sein Werk wurde mit 24 sehrnützlichen Tafeln von Joseph Scaliger auf Kosten des AugS-burgischen Bürgermeisters MarcuS Weiher zu Heidelberg imJahr 1603 veröffentlicht. ES fehlt in dieser Sammlung vieles,was ihm hätte bekannt sein können, manche Inschriften sind un-genau angeführt, andere wiederholen sich, einige Namen derAutoren, denen sie entnommen, sind entstellt, immerhin bleibtaber dem Werke das große Verdienst, zum Abschreiben der Ori-ginalinschriften und zu deren Aufnahme in antiquarischen Werke»angeregt zu haben. Eine sehr vermehrte Auflage — die auöge-dehnteste Sammlung, welche existirt— vollendete im Jahr 1707Joh. Gr. GreviuS, Professor zu Utrecht.
Carlo Sigonio. 1S24—1564.
Carlo Sigonio auö Modena wird zu den Gelehrtenersten Ranges gerechnet wegen seiner erfolgreichen Leistungenzur Aufhellung der römischen Geschichte und Archäologie, derconsularischen Fasten, deS römischen, italienischen und Provin-zialrechtS. Er verfaßte die Geschichte des weströmischen Reichesvon Domitian bis auf Augustuluö; er wagte sogar zuerst eineGeschichte der Longobardenherrschaft in Italien bis auf 1199,sodann bis 1286, zu schreiben; es war dies ein noch unberührtesFeld, wo nur das aus Archiven Geschöpfte ihm Führer seinkonnte. Er beging allerdings Irrthümer, aber diese könnenweder sein Verdienst, auch als Erneuerer der Diplomatik, nochdie seinem Andenken schuldige Verehrung verringern. Ein Ge-fühl der Pietät trieb ihn zur Darstellung der Republik derHebräer, gleichsam als Musterbild für die modernen Verfassungen.Mit Aristoteles daS Prinzip aufstellend, daß der Zweck jeder