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bürgerlichen Vergesellschaftung die Vereinbarung deS Nützlichenmit dem Gerechten ist, verlangt er das Bestehen von Behörden,welche die zum Wohle der Nation nothwendigen Maßregeln er'greifen, von Richtern, die nicht gestatten, die Nützlichkeit vonder Gerechtigkeit zu trennen, ein Oberhaupt, daS jene wie dieseberufe und die ihnen zukommenden Geschäfte unter sie vertheile.In solcher Weise zu Werke gehend zeigt er, wie alles dies beiden Hebräern wohl geordnet gewesen.
Mathias Flacius ZllyricuS. 15L0—1575.
Er hatte von Gregor XIII den Auftrag erhalten, eine Kir-chengeschichte zu schreiben. Andere hatten bereits diesem Unter,nehmen in einer entgegengesetzten Tendenz sich unterzogen.Mathias Francowitz oder Flacher aus Albona in Jllvrien,genannt FlaciuS Jllyricus, dem die Lutheraner nicht raschgenug das Werk der Reformation förderten, sammelte alle Klagenund Anschuldigungen gegen die katholische Kirche, ward durchseine drei Hauptwerke, die Clavis, den „Katalog der Wahr-hcitSzeugen" und die Centurien einer der Begründer der prote.ftantisch-theologischen Literatur, und wirkte, fast so sehr alsMelanchthon, auch über die Grenzen des deutschen Prote.stantiömuö hinaus. Er war auf dessen und Luthers Empseh.lung Professor des Hebräischen zu Wittenberg geworden, baldaber verfeindete er sich mit den Reformatoren daselbst und nahmseinen Sitz zu Magdeburg, von wo er nicht blos gegen die katho.lische Kirche, sondern nicht minder gegen die WittenbergerTheologen eine Reihe bitterer Streitschriften ausgehen ließ, wo.gegen ihn Melanchthon der Ketzerei beschuldigte. Indeß durchgeistige Ueberlegenheit und unermüdcte Geschäftigkeit das Hauptder konsequenten Lutheraner in ganz Deutschland geworden—obgleichihn die Melanchthontaner bitter haßten und auch die Calvinisten ihnals einen der Haupturheber ihrer Spaltung mit den Lutheraner»ansahen — begann er die Herausgabe der im Verein mit Meh.reren, namentlich Index und Wigand, geschriebenen Oen-tnrine mnKäolnirA 6 N 868 (Üleclesinstien in 8 tnriu. ron»e 8 trl peraliquot 8tueHo808 et pio 8 viro 8 in urkre MnAsselrurK«. Heilen1559 —94, 13 vol.). Die Protestanten hofften davon eine Be-friedigung des so stark gefühlten Bedürfnisses, dem Protestantis-mus eine historische Unterlage zu geben, die Uebereinstimmungder protestantischen Lehre mit der deS kirchlichen Alterthums