Band 
Zehnter Band.
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in der Auseinandersetzung der Ereignisse. Als Historiker schrieber außer seiner Gothen., Wandalen- und Longobardcngeschichte»minies et kistoriae äe reiius belAiois in drei Bänden/ welchedurchaus die Signatur deS Pragmatismus an sich tragen undeine so große Wahrheitsliebe bekunden/ daß er es über sich ge-winnt/ den Lobredner der Oranier abzugeben/ wie sehr er auchvon diesem Geschlechte verfolgt wurde.

Auch Dänemark/ Schweden/ Pole»/ Böhmen und Ungarnhatten ihre Geschichtschreiber; aber ihre Bedeutung ist zu gering/um ihnen hier Raum zu gestatten. Verschon erwähnte Buch«,nan (1506—82) ließ sich in seiner Geschichte Schottlands zurParteilichkeit und Verachtung aller Grundsätze der Kritik hin-reißen; einen bessern Weg schlug William Camden (1551 biS1623) in seinen //Annalen der englischen und irischen Geschichteunter Elisabeth" ein. Diese beiden machten die ersten Versucheeiner Kunst in England, welche in ihrer Weiterbildung so großeMuster aufstellen sollte.

In den ersten französischen GeschichtSwerken weht noch einGeist vom alten FcudalweseN/ wie z. B. der „lo^al servitour"darthut, welcher //die Werke, Thaten, Triumphe, Heldenstücke desguten Ritters ohne Furcht und Tadel, des Herrn von Bayard"erzählt, und zwar mit einer bis dahin ungekannten Feinheit undKürze. Der Marschall von Fleuranges, der in der Schlachtbei Pavia gefangen genommen worden war, beschrieb in seinemKerker die Geschichte der Denkwürdigkeiten von 1449 bis 1521in einem ungezwungenen Style. Guillaume und Martindu Belley, welche an den Ereignissen ihrer Zeit einen lebhaf.tcn Antheil genommen, überlieferten dieselben, aber mit cntschie-dener Parteinahme für Franz I.

Bald aber machten sich auch hier religiöse Leidenschaftengeltend. Blasiusvon Montluc (15027-1577), Marschallvon Frankreich, und wegen seines in der Bartholomäusnachtbethätigten Eifers der königliche Henkersknecht genannt, erzähltein einem Alter von 75 Jahren den Krieg von Sicna, bei dessenVertheidigung sein Gesicht derart entstellt wurde, daß er fürder.hin eine MaSke zu tragen sich genöthigt sah. Dieses Werk istvoll von feinen Bemerkungen über die Kriegswissenschaft, weshalbHeinrich IV ihm die Bedeutung einer Soldatenbibel beilegte.Margaret« von ValoiS, die Gemahlin dieses letzter», maltin ihren an Brantome gerichteten Denkwürdigkeiten mit Geist