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Zehnter Band.
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und Lebendigkeit den Hof CakharinenS, den sie vermöge ihrerhohen Stellung gründlich kennen konnte, sowie die Abschlachtungder Hugenotten, ohne jedoch ihren Nebenzweck, sich selbst hin-sichtlich ihres AbsalleS vom Glauben zu vertheidigen, irgend wiezu erreichen. Lehrreicher sind die Memoiren MichelS vonCastelnau (f 1592), dessen Ueberschauung der Verhältnisseseiner Zeit und Beobachtungsgabe viel weiter ragen. Das„ckournnl cke mn viö" des Marschall von Bassompierrc(1579—1616), der ein ausgezeichneter Krieger und Diplomatwar, sowie die Memoiren von Mornay und Sully, Die derKardinäle d'Qssat und du Perron, deS Präsidenten Jeanninund Francoiö de la Noue's sind unter dem Einflüsse religiö-ser Meinungen entstanden. Den Theodor Agrippa d'Au-bigne (1550—1630) ließ sein Vater auf den verstümmeltenLeichnamen der Calvinisten Rache für dieselben schwören; der-selbe kämpfte sodann in den Reihen derselben, zog sich jedochspäter vom Kriegsschauplatz zurück und schrieb die Universal-geschichte von 1530—1601 säst im ConversarionSstyl; durchausAnhänger kriegerischer Thätigkeit, kann er der Nothwendigkeitpolitischer Maßregeln keine Berechtigung gestatten.

Eine größere Beachtung verdienen die Denkwürdigkeiten desPierre de Bourdeilles, Herrn von Brantöme (1527—1614), der in seiner Geheimgeschichte der Höfe Karls IX, Hein-richs III und IV in einer Reihenfolge französische und fremdeHeerführer, galante berühmte Frauen und Duelle vorführt. Geist,reich, scharfsinnig und sehr unbekümmert um die Wahrhaftigkeitsowie um die moralische Berechtigung der Handlungen, erzählter mit derselben unerschütterlichen Ruhe Verräthereien undObscönitäten als ein Mann, der sowohl die Schamhafrigkcit beiden Frauen als die Ehre bei den Männern in das Reich desUnglaublichen verweist. Dieses würde schon allein genügt haben,ihn zu einem vielgelesenen Schriftsteller zu machen, abgesehenvon seiner Originalität und der Feinheit, womit er das Sitten-gemälde seiner Zeit entwirft.

Indem wir des Girard de Haillan, des Jean deSerres, deS du Tillel und des FraneoiS Beaucairede Peguillon, welcher beim Trientner Concil die gallicanischenFreiheiten vertheidigte, nur Erwähnung thun wollen, gehen wirzum Präsidenten JaqueS Auguste de Thon, ThuanuS(1553—>1517), über, der den verworrenen Erzählungen der Chro.