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den Dialog aufgenommen worden — Ebbe und Fluch -es Mcc.res durch die Schwankungen, welche im Wasser aus der täglichenBewegung der Erde um ihre eigene Axe, verbunden mit demUmlaufe der Erde um die Sonne, entstehen. Er spottet überKeppler, der dem Monde und den geheimen Eigenschaften desMeerwassers diese Erscheinung zuschreiben wolle.
Die Stellung Roms auch zu der wissenschaftlichen Seite derFrage ist bereits erläutert. Nun hat Galilei diese feine physi-kalisehen Irrthümer nicht, wie er gelobt fallen lassen, sondern inseinem Dialog nur mit vielen Umschweifen verhüllt. Er hat so-mit durch Veröffentlichung dieser Schrift daS Verbot übertreten,welches im Jahr 1616 an ihn ergangen war, und er hat offenbarden Censoren derselben jenes im Geheimen ihm ertheilte Verbotverhehlt.
Begreiflich machte das Buch bei seinem Erscheinen alSbaldein ungeheures Aufsehen. In Rom aber betrachtete man das-selbe alü einen Beweis formellen Ungehorsams Seitens des Ga-lilei, welcher, trotz der von der großherzoglichen Regierunggethanen diplomatischen Schritte, vor das Sanc' Ufsteio geladenwurde, nachdem der Verkauf seines Buches, zu dessen Prüfungeine Kommission von Theologen und in den Wissenschaften er.fahrenen Männern ernannt ward, untersagt worden. Der Se.kretär der Breven. Msgn. Ciampoli, welcher seinen alten Lehrervertheidigte, fiel beim Papste, obgleich er dessen Günstling war,in völlige Ungnade, und der Padre Maestro del sacro Palazzo,Niccardi, verlor, weil er die Druckerlaubniß gegeben, seinAmt. Um diese Strenge des Papstes zu erklären, hat man her-vorgehoben, Galilei habe einige Argumente, die gegen seineMeinung sprachen, auf welche ihn Urban VIII aufmerksam ge-macht, seinem Peripatetiker SimpliciuS deö Dialogs in denMund gelegt, und seine Gegner haben nun den Papst zu demGlauben gebracht, Galilei habe cS gewagt, ihn selbst unterjener MaSke lächerlich zu machen. Aber der Eifer deö Papstes,welcher sich vorher doch als Freund und Wohlthäter Galilei'Sbewiesen, erklärt sich vollkommen auö dem einfachen Thatbestände,ohne Laß eS dazu dieses persönlichen Umstandes, den man aufsich beruhen lassen mag, bedarf. Es ist schon hervorgehoben:eben wegen seines großen Ansehens und gelehrten Rufes durfteRom die Verhöhnung der kirchlichen Autorität nicht dulden,wovon Galilei doch zum Mindesten den Schein auf sich geladen.