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damaligen toSkanischen Gesandten in Rom, FraneeSeo Ri-eolini, und dem Bali Andrea Cioli, Staatssekretär de§HerzogS. Diese Berichte des Gesandten*) enthalten, Tag für
und vorurteilsfrei ist, in Abrede stellen wird, daß ich so kathvlisch-sromm verfahren bin, wie keiner von den Vatern, die man mit heiligemNamen bezeichnet, mehr zu thun im Stande gewesen wäre. Ich besitzealle Schriften, die ich über diesen Gegenstand hier und in Rom aus-setzte und welche, ich wiederhole es, Jeden überzeugen werden, daß ichnur deshalb an dieser Streitfrage thcilgenommen habe, um meinen Eiferfür die heil. Kirche zu zeigen und ihren Dienern die Resultate vorzu-legen, die ich aus langen Studien geschöpft, und deren der Eine undAndere von ihnen, als unklarer und dem gewöhnlichen Kreise ihrerThätigkeit fernliegender Dinge, bedürftig sein konnte. Ich bin über-zeugt, daß eS mir leicht wird, zu zeigen, wie bei diesem Vorhaben diehier und dort in den Büchern der Kirchenväter niedergelegten Ansichtenund Urtheile mir eine wirksame Aufforderung waren, und wie endlichdie letzte Bestätigung solchen Entschlusses mir durch Anhörung einer kur-zen aber heiligen und bewunderungswürdigen Rede ward, welche wieein Echo des heil. Geistes unerwartet aus dem Munde eines durch Ge-lehrsamkeit ausgezeichneten, durch Heiligkeit des Lebens ehrwürdigenMannes kam. Dieser Aussprnch war ein solcher, daß er in wenigerdenn zehn mit der geistvollsten Feinheit aneinandergereihten Worten insich enthielt, was in langen Auseinandersetzungen in den Büchern derheiligen Vater zerstreut sich findet. Ich verschweige bis jetzt diesen be-wunderungswürdigen Ausspruch und den Namen seines Urhebers, daes mir sowohl vorsichtig wie passend erscheint, niemand in die gegen-wärtige Lage hineinzuziehen, in welcher blos meine Person in Betrachtkommt. — Gelingt es mir, solche Gunst zu erlangen, o wie zuversicht-lich hoffe ich dann, daß meine Unschuld von diesen weisen und gerechtenVätern erkannt und bezeugt werden wird, und daß sie über die Kunst-griffe Jener sich wundern werden, welche nicht durch Gottesfurcht be-wogen, sondern durch Haß, nicht etwa wider diese oder jene Meinung,sondern gegen meine Person, verblendet und angetrieben wurden, denersten Stein aufzuheben. Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Bitte,die mir so billig scheint, mir abgeschlagen werde, um so mehr als
*) Bon Wentu ri mitgetheilt. Die in Florenz seit 1842 erscheinende,von Eug. Alberi besorgte GesammtauSgabe von Galilei'« Werkenenthält in Bd. 6 bis S den bedeutendsten Theil seiner Korrespondenz.Msgn. Marino Marini, Präfekt des Vatikanischen Archivs, hat inseinem zu Rom 1650 erschienenen Buche ^kalilso « 1' kaguisimono,lAemorio storioo-orltioke" eine urkundlich« Darstellung der Prozesse-gegeben, auf Grund der unter Napoleon !. nach Pari« gebrachten, abernun wieder in Rom befindlichen Akten.
Canrie, Weltgeschichte. L.
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