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bei dem toskanischen Gesandten und zwar in dessen auf Trinitadei Monti herrlich gelegenen Villa. Noch am 27. Juni schreibtder Gesandte an den Staatssekretär nach Rom: «Diese Strafe(des Gefängnisses) wurde sofort von Sr. Heiligkeit in eine Re.legation oder Confination in den Garten von Trinita dei Montiverwandelt, wohin ich ihn Freitags Abends führte, und woer sich jetzt befindet." Dann wurde ihm erlaubt, sich nach Sienazu seinem Freunde, dem Erzbischofe Piecolomini, zu begeben,„jedoch solle er sich guten Conversalionen zugeben." *) — Am10. Juli meldet der Gesandte: „Herr Galilei rciSte am Mitt.woch Morgens frisch und gesund nach Siena ab." — Unter'»,3. Dezember theilte der Gesandte ihm mit, daß Se. HeiligkeiteS zufrieden sei, „daß er seine Villa zu Arcetri bei Florenz be.ziehe, und sich dorr bis auf weiter« Befehl aufhalte, jedoch ohneAkademieen, große Gesellschaften und andere ähnliche Beweisevon Mangel an Unterwerfung zu geben." So begab er sich nachArcetri, wo er bis zu seinem Tode (8. Januar 1642) blieb. ImSommer 1638 erhielt er die Erlaubniß, sich nach Florenz brin.gen zu lassen, um in schwerer Krankheit Hülfe zu suchen. Seitdem Ende deS vorhergehenden JahreS hatte das größte körper.liche Unglück, Erblindung, ihn betroffen, und in einem Briefe anDiodati (vom 7. August) schildert er seinen jammervollen Zu.stand mit dem Schlußsatz: „Nimmt mein Uebel zu, wie eS inden letzten drei bis vier Tagen gethan, so fürchte ich, daß eS
sagt. Es gibt wohl einen Brief unter seinem Namen, welchen er vonder Villa zu Arcetri aus bald nach seiner Ankunft daselbst an seinenFreund und Mitarbeiter den P. Renieri geschrieben haben soll, undwelcher zuerst von TiraboSchi in seiner Literaturgeschichte, dann vonVenturi u. A. abgedruckt worden ist; ein Bries, auf welchen sichnoch Libri (Hist. äes sdonoos mutlremutigues on Itulie) bezieht, ob-gleich er bei all seinem Haß gegen Rom nicht umhin kann, in einerAnmerkung Zweifel an dessen Aechtheit auszudrücken; aber als Librischrieb, wußte schon Jeder, und besser als die Meisten Libri selbst, wasauf seine literarische Ehrlichkeit gerade kein vortheilhastes Licht wirst,daß der Brief auf einer bloßen Täuschung beruhte und zusammengestöp-pelt war. Es ist ein Fabrikat, welches ein Duca Cartani mit Hülfeseiner Bibliothekars anfertigte, wie eS heißt, um TiraboSchi einen Possenzu spielen. (Cantu hält zwar dar Schriftstück für interpretirt, im We-sentlichen aber für ächtZ
»1 ES erfolgt« diese Verfügung auf eine Bittschrift Galileis.