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der obbesagten heil. Kirche zuwider sind." ES ist wohl zu be,merken./ daß hier die beiden Sätze nicht als häretisch/ sondernnur alS solche bezeichnet werden/ die einen schweren Verdachtder Häresie begründen/ und dieS zwar/ weil sie/ wie die Ab.schwörung sagt/ eine falsche Meinung enthalten / und weil Ga.lilei bedeutet war/ daß sie der heil. Schrift zuwider seien.Konnten also auch die Stellen der Schrift/ von denen die Redewar/ auf eine seinem Sinne entsprechende/ an sich gar nichtverwerfliche Weise auslegen/ so genügte diese Auslegung dochnur in Beziehung auf die Erscheinungen am gestirnten Himmel/nicht aber in Hinsicht auf die Widersprüche und Irrthümer/ inwelche eben diese Lehre sich in Hinsicht auf die Erscheinungenauf der Erde verwickelte. In dieser Hinsicht und in ihrem Zu-sammenhange mit der Lehre deö Galilei genommen/ waren undblieben jene beiden condemnirien Sätze also immer der heiligenSchrift widersprechend/ und dieß vorausgesetzt/ erklärt sich dieNothwendigkeit einer Abschwörung *).
") „Aber auch für sich allein, und blos in Beziehung auf die Erscheinungenam Himmel genommen, enthält die AbschwörungSsormel. wie sie gefaßtist. nichts, was der Wahrheit oder der innern Ueberzeugung Galilci'szuwider gewesen wäre. Der erste Satz, den er abschwören mußte, be-sagt. daß die Sonne der Mittelpunkt der Welt und unbeweglich sei. Dieentgegengesetzte Wahrheit ist demnach : daß die Sonne nicht das Centrumder Welt und nicht unbeweglich sei- Nun konnte aber auch Galileischwerlich in Abrede stellen, daß die Sonne in Beziehung aus die Fir-sterne nicht der Mittelpunkt fei. und eben so wenig konnte er einen Um-lauf derselben um die Sonne behaupten. Heute neigen alle Astronomenzu der Annahme hin, daß die Sonne mit allen ihren Planeten und deqeuMonden selbst nur einen Theil eines größern Sonnensystems bilde, unddaß sie sich um einen uns unbekannten Mittelpunkt bewege. Noch we-niger konnte Galilei läugnen. was der Augenschein lehrt, daß die schwe-ren Körper aus der Erde gegen den Mittelpunkt der Erde und nichtgegen die Sonne fallen, daß diese also auch nicht in diesem SinneMittelpunkt sei. Hätte ferner Galilei die größte Entdeckung Kepplers,seines Zeitgenossen, angenommen und richtig gewürdigt, so hätte er denSatz: daß die Sonne nicht der Mittelpunkt der Welt sei, selbst in Be-ziehung auf die Erdbahn zugeben können. Nach Kepplers Berichtigungdes copernicanischcn Systems beschreiben nämlich die Planeten nicht eigent-liche Kreise, sondern Ellipsen um die Sonne, und die Sonne steht nichtin deren Mittelpunkt, sondern in einem Focus dieser Ellipsen*). Was
Laplaee (LixosUio» 6. V, 4) macht in Beziehung auf die von Keppler
entdeckten Gesetze folgende richtige Bemerkung! voscartes lui-möms oi