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angelegte Plan verrieth einen in der encyklopädischen Klasifi.zirung geübten Geist. Geßner gründete zuerst ein naturhisto.risches Kabinct. Uebrigens fügte er, trotz der Entdeckung Amc.rika'S, nur wenige Thiere den schon bekannten hinzu.
Aldrovando (1527— 1605).
Misses Aldrovando floh alS Kind auS dem elter.lichcn Hause, trieb sich unstät umher, übte und schärfte aberdabei sein Beobachtungövcrmögen. Später verbrauchte er aufReisen und in der Erwerbung von Naturseltenheilcn undKunstgegenständen sein reiches Erbgut. Dreißig Jahre langhatte er einen Thiermaler im Jahrgehalt von zweihundert Du.katcn, außerdem unterhielt er noch mehrere Zeichner undStecher. Der Senat seiner Vaterstadt, dem er sein reichesMuseum nebst seiner Bibliothek vermachte, kam ihm großmüthigzu Hülfe und verwandte große Summen zur Vollendung sowiezur Drucklegung seiner compilatorischcn „Naturgeschichte" in 13Bänden. Die vom Verfasser vollendeten und zugleich viel besse-ren Theile sind die Ornithologie und die Entomologie, mit schö,nen Holzschnitten und kurzen genauen Erklärungen. Leider stehter mitten in der Gelehrrchuerei seiner Zeit, indem er die poeti.schen, mythologischen, heraldischen Citate häuft, Reminiscenzenmit Beobachtungen, Erfindungen der Menschen mit natürlichenWahrheiten vermengt. Statt der alphabetischen Ordnung Gcß.ner's bedienter sich einer systematischen Klassifizirung, in welcheer jedoch alle die von der Einbildungskraft erträumten Artenaufnimmt. Darum sagt Büffon, das Maß könne getrost aufein Zehntheil verringert werden, aber dieses Zehntheil würdedann nicht zu verachten sein.
Der Geschmack an Naturstudien verbreitete sich rasch und,was wahrhaft zu ihrer Vervollkommnung diente, man betrieb siemonographisch, d. h. beschränkte sich auf einzelne Zweige der.selben. Fabio Colonna auf die Conchilien, Olina auf dieVögel, ThonaS Mouffet auf die Insekten, während Marc.g'-af u. A. in fernen Ländern neue Individuen aufsuchte».Später (1653) stellte der in Schlesien wohnende Schotte JohnJohn ston alles bis dahin Geleistete zusammen in einem mitKupfertafeln gezierten Werke. Clusius (Charles de l'E cluse)aus Arras machte in der „Lxoties", nebst Auszügen aus alten