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Pflanzen.Verzeichnisse gab. Geßner stellte nun eine Einthei-lung auf, die jedenfalls besser ist als seine für die Zoologie ge.schaffene; ste richtet sich nicht »ach den Blättern und Wurzeln,sondern nach den beständigeren Organen, Blüthen , Früchten,Samen. So schufoder wenigstens begründete er eine naturgemäßereKlassifikation. Joachim CamerariuS, Melanchthon'ö vertrau-tcr Freund, hinterließ verschiedene botanische Schriften. Manzählt unter die Begründer dieser Wissenschaft die Belgier Lobelund DodoenS, auch Charles de l'Ecluse, welcher in dasStudium eine feine und zierliche Schreibart einführte. Wirnennen auch Hieronymus Bock (TraguS) von Heydesbach(-f 1553); als ein sorgfältiger Beobachter stützt er sich in seinemKräuterbuche stets auf die charakteristischen Zeichen der Art.
Groß in allen Wissenschaften, die er umfaßte, machte An.drea Ceöalpino auS Arezzo (1519 — 1603) einen bedeutendenFortschritt in seiner, auf Gestalt und Anordnung der Bkfruch.tungSorgane, namentlich bei den mit Saamen-Lappen versehenenPflanzen, begründeten Klassifizirung. Er erwies die Uebcrein-siimmung des Saamcns mit den Eiern der Thiere, und stelltenoch manches Andere auf, dessen Richtigkeit sich spater ergab.BiS auf Linne ward er von keinem Forscher übertreffen, jaerreicht. Dieser große Naturforscher, welchen Cuvier den »Ge.niuS und Schöpfer der mineralogischen Methoden", Linne den»ersten orthodoxen Systematiker" nennt, der nach Sprengel»das Buchstabirbuch des ersten corpologischcn Systems" schrieb,der Harvey in der Entdeckung des Blutumlaufs und Hauyin der Bestimmung der Eigenschaften der Mineralien nach denFormen ihrer Krystalle voranging, erlangte erst spät den ihm ge.bührendcn Ruhm; Dank seiner schweren Schreibart und seinerperipatetischcn Form, überhaupt seiner einseitigen Verehrungdeö Aristoteles, die ihm auf halbem Wege Einhalt gebor, wohlgar zum Widersprüche mit sich selber trieb, um die neuen Ent.deckungen mit den alten Behauptungen in Einklang zu bringen.So blieb er auch in der Botanik nicht immer seiner eigenenMethode treu, wie er auch, indem er die Synonimie der Artenvernachlässigte, den Botanikern cS unmöglich machte oder doch er.schwerte, die Studien der Vorgänger sich zu Nutzen zu machen.Diesen Mißstand beseitigte Jean Bauhin von AmienS (f10l3),welcher, wegen Religionsmeinungen Flüchtling in der Schweiz,sein ganzes Leben auf das Studium der Gewächse verwandte und