Band 
Zehnter Band.
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ihre, lange nach seinem Tode erst veröffentlichte/ allgemeine Ge«schichte schrieb/ worin mit historischer Genauigkeit alles Wissenjener Zeit niedergelegt ist. ES überragt ihn sein Sohn Ga§.pard Bauhin (1-1624)/ welcher im „?inax" die Nomenklaturvon 6000 Pflanzen/ ihre Synonime und die artlichen wie spezi«fischen Verschiedenheiten gab. Er hält zwar noch an den altenUnterscheidungen fest/ zeigt aber/ daß ihm das natürliche Sy«fiem nicht fremd ist. Besser »och ist daS „Mentrum botnnieum"von Parkinson. — Im Jahre 1606 legte end«

lich FabioColonna/ welcher die vernachlässigten Ideen desCesalpino benutzte/ die Grundlagen der Botanik mit derUnterscheidung der Arten. Er wandte auch zuerst Kupfertafelnstatt der Holzschnitte an. Bereits hatte der Neapolitaner Portadie erste Andeutung gegeben hinsichtlich deS SaamenS der Pilze*);hatte der Böhme Zaluziansky von der Zeugung der Pflanzengehandelt (Mktüoäi üerdnriik libr. III, Prag/ 1592); er unter«scheidet die Zwitterpflanzen von denen geschiedenen Geschlechtsund bezeichnet Staubfäden (liZuIw)/ Staubbeutel (nxex) undPistill (8tN!N6Il).

Mineralogie.

Von Italien gingen die ersten mineralogischen ForschungenauS/ bald jedoch gewann hierin Deutschland/ mit seinen größerenmineralogischen Schätzen/ den Vorrang. Camillo Leonardovon Pesaro gab eine mit Kabale und Alchimie zersetzte Zusam«menftellung auS den Alten (Kpeoulum Ikpiäum, 1502). Einselbstständiger Forscher aber war Georg Agricola (Bauer;1490—1555)/ Bürgermeister und Stadtarzt zu Chemnitz/ der sichübrigens vorzugsweise mit Metallurgie beschäftigte. Er verglichzuerst die Fossilien nach ihrer äußern Gestalt/ ihrer Festigkeitund ihrem Gebrauch; er zählt die bis dahin bekannten Schriftenüber die Metalle auf/ bestehend in einer deutschen Abhandlung

*) Man liest Kap. 2, Bd. V der pl^to^nornic»: Loatrs, antiyuorumopinionem, plant»» omnes scmins öonatas esse: ü knnxis seinen per-delle eolleAimns exiAnum et »i§ruin, in ol/IonZis preosepiolis vel lirisInte»s v peälenlo ack pili eironmierentism xrotensis, et prwoipue exNils qni in ssxis proveninnt, ubi äeeiäents semme, teraeitate serituret xullulat eto. x. S67 der Frankfurter Ausgabe von ISSI.