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mensctzungen oder Entzündungen entwickeln; er hält alle Mine-ralien für fähig, in geometrischen Formen sich zu krystallisiren;die Entstehung dcS Bleioxyds erklärt er aus einer luftartigenSubstanz, durch deren Hinzutritt daS Metall an Gewicht zu-nimmt — eine wunderbare VorauSahnung der Entdeckungen vonHauy und Lavoisier. — Girolamo Fracastoro auS Ve-rona (1483—1553), der seine Forschungen den fossilen Muscheln,den Abdrücken von Fischen und anderen Thieren oder Pflanzenim Gestein zuwandte, schloß aus ihren Lagerungen, daß sie nichtin der nämlichen Epoche begraben sein können *). Einer derhervorragendsten Aerzte und Gelehrten seiner Zeit, stellt er fürdie geheimnißvollen Ursachen die Thätigkeit der Atome auf, undhält dafür, daß die Körper einander anziehen. Den elektrischen,magnetischen und physiologischen Erscheinungen legt er ein im-ponderables Prinzip zum Grunde, gab die erste Idee von denastronomischen Linsen („ Omoceiitriei", I, 23; II, 8), und in-dem er die Nebenkreise bekämpfte, bahnte er dem Copernicani.schen System den Weg.
Gcßncr entscheidet nicht, ob die Stalaktiten thierische Pro,dntte — wie die Meisten damals glaubten — oder von anorga-nischen Kräften hervorgebracht sind. Erkörn handelte von derProbekunst. Bernard Palissy, Porzcllanmaler und Maler,führte in Frankreich die mineralogischen Studien ein; er legreeine Sammlung an, und errieth, baß die fossilen Muscheln nichtdurch die Sündfluth auf die Berge versetzt sein könnten. SolcheSammlungen mit Raritäten aller Art und für welche sogarCharlatane abenteuerliche Thiere fabrizirtcn, waren indeß beidem noch großen Mangel an Hülfsmitteln von Nutzen. Unterdiesen Sammlern ragt hervor Ntcolas PeireSc( 1580—1637).Dieser Provenzale von alter italienischer Familie wandte, beischwächlicher Gesundheit, mit großer Neigung sich den Studienzu und verwendete seinen Reichthum auf die Sammlung seltenerGegenstände auö den Gebieten der Kunst und Wissenschaft. Aus-gebreitete Reisen gaben ihm Anlaß, die Versteinerungen undThierpflanzen zu studiren, wobei er jedoch noch nicht so weit
') Nebst so vielen andern Wahrheiten, ist auch diese in den Handschriftende« Leonardo da Vinci niedergelegt, im Kapitel über den altenZustand der Erde. Hier behauptet er sogar schon, daß der größteTheil der Kontinente Meeresgrund gewesen.