Band 
Zehnter Band.
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über die Probirkunst, einer englischen Abhandlung über die Mc-talladern, einem italienischen Traktat über die Schmelzung undScheidung. AlS Zeuge der Bergmannsthätigkeit, glaubt er nichtan den Stein der Weisen und an die Wünschelruthe. Im Lebeneifriger Katholik- ward von den sächsischen Eiferern seiner Leichedas Begräbniß verweigert, so daß sie fünf Tage unbeerdigt blieb.— Mit der Anlegung einer großartigen Sammlung von Fossiliengedachte SixtuS V. sein Ponüfikat zu verherrlichen, und erverfügte, daß eine solche, unter Leitung von Michele Mercativon Samminiato (1541—93), im Vatican^eingerichtet werde. Dereben genannte, von seinen Zeitgenossen hochgerühmte, mit Koni.gen und den ausgezeichnetsten Männern seiner Zeit in Verbin-düng stehende Gelehrte folgt bei der Beschreibung seines Mu-seums keiner natürlichen Eintheilung, sondern geht dabei nachder Ordnung der verschiedenen Schränke zu Werke, wobei ervon jedem Fossil die Eigenschaften und dir darüber bestehendenverschiedene» Meinungen angibt. Interessant ist indeß hier dieAnfänge der Paläontologie zu beobachten, welche Wissenschaftso großen Aufschwung nehmen sollte. Mercati erkennt in denfossilen Knochen nur wunderliche Zusammenwachsungen und weistihnen unter der Benennung Jdiomorphen oder Steine von eigen-thümlicher Gestalt einen besondern Schrank an, als „ein unschul-diger Scherz der Natur, welche unS die ersten Lehren der Bild-nern und Malerei geben wollte". Daß übrigens Andere bereitsin ihnen Ueberreste auS einem untergegangenen Thierreiche er-blickten, geht aus seinen Widerlegungen hervor, worin er dar-thun will, daß sie niemals auf Berggipfel oder in Abgründehätten getragen werden können. Sein Lehrer CcSalpino hatteeine klarere Idee von dieser entstehenden Wissenschaft und tratselbst in dieser Sache gegen seinen Schüler auf. Er behandeltedie Mineralogie in einer Weise, welche zu den auf der Zusam-mensetzung sich gründenden Systemen führte. So theilt er dieMineralien in Erden, Salze und Substanzen, welche sich imWasser auflösen oder gebunden bleiben, und stellt dann zwei Un-terabthcilungen nach minder wichtigen Eigenschaften auf, z. B.theilt er die Erden in magere, fette, farbige, offizinelle; dieSteine in felsige, marmorartige, edle und Produkte organischerKörper der Pflanzen. Die fossilen Conchilien kommen auS demMeere, welches im Zurückweichen sie zurückläßt; die Thermal-quellen von der Hitze, welche im Innern der Erde die Zusam.