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von Florenz 30,000. Kostbare Geschenke zu geben und zu neh.men, gehörte gewissermaßen zur diplomatischen Kunst. Gegenmancherlei Aufwand, besonders in Kleidern, erließen inSbesvN'derc die deutschen Reichstage deS löten und löten Jahrhundertsviele Verordnungen.
*) Von den Gebräuchen und Sitten in den deutschen Städtengewährt ein getreues Bild, was Sebastian Frank in seinerChronik der Deutschen über Ulm und namentlich was der fleißigeAltcrthumssorschcr Paul v. Stetten d. j. über Augsburg be.richtet**). So erzählt der Letztere auS dem löten Jahrhun-dert: — — „Durch den Handel nach Italien wurde der Grundzu Wissenschaften, Künsten und seinen Sitten gelegt. Einigehatten außer Italien noch andere Länder bereist. Es wurde derUmgang freier und geselliger, man sah auf Zucht und Ehrbar,kett. Die Geschlechter gaben daS Beispiel, und die Zünfte folg.reu ihnen nach ... Groß war der Reichthum zu jener Zeit inAugsburg, weit größer als man sich wohl denkt, ungeachtet dergrößer» Seltenheit des Goldes, wodurch die anscheinend nicdri.gen Preise der Dinge herrühren, ehe durch die Entdeckung Ame.rika's und der reichen Silbcrmincn in Peru sich die Menge desbaarcn Geldes vermehrte. Wer 2 bis 300 fl. jährlich einnahm,war ein reicher Mann, und dennoch gab es, wie gesagt, Leute,die selbst heutzutage reich heißen würden, denn eö gab deren,die 2000 fl. jährlicher Einkünfte zogen, dessen sich damals keinGraf rühmen durfte. Der reichste Mann in Augsburg hatte2600 fl. jährlich Einkommen, das war Peter v. Argon. DerStifter der Fugger'sehen Familie erwarb um diese Zeit durchseine Handlung ein Vermögen von 3000 fl., und daS wird alsetwas Großes angegeben und war es auch zu jener Zeit. EinGulden damals'war wohl sechs heutige (1765) werth. Deshalbwar es wohl nicht wohlfeiler zu leben als heutzutage. EinigeDinge zwar waren wirklich wohlfeiler, z. B. Holz und Wein,andere aber gewiß viel theurer ... Die durch vermehrte Hand.lung steigende Wohlhabenheit, welche sich in den Vergnügungender Stadtbewohner äußerte, wirkte auch auf Künste und Wissen-fchaften vorthcilhaft ein. Besonders litt die Baukunst ansetzn.
*) Dom Bearbeiter.
") Erläuterungen der in Kupfer gestochenen Borstellungen auS der Ge-schichte der Reichsstadt Augsburg. Das-, I7l-ü.
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