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man Könige und Fürsten unterstützen wolle/ um der allgemeinenUmwandlung förderlich zu sein; daö Ende der Welt sei naheund in Kurzem würde eine allgemeine Reformation der Welt zuStande kommen/ die Gottlosen vertrieben werden/ die Judensich bekehren und die Lehre Christi sich in der ganzen Welt ver-breiten. Wer sich mit den Geheimwissenschasten beschäftigte/ be.trachtete sich als einen Rosenkreuzer, und so kann man sagen,daß/ wenn cS auch wohl noch nie eine eigentliche Rosenkreuzer.Gesellschaft gab/ die Theosophen/ Alchemisten, Astrologen undAerzte auS der Paracelstschen Schule dieselbe bildeten. DieLetzteren verpflichteten sich, ihre Kunst ohne Entgelt auszuüben,nahmen die Bibel zur Hauptquelle ihrer Erleuchtung und be.kämpften die Krankheiten durch Glauben und EinbildungS-kraft. *)
DaS Gold, diese immer stärker werdende Macht, nahm jedesVerlangen, jedes Streben für sich in Anspruch; die Alchemistenvrütecen vor ihren Oefen und Destillirkolbcn, zogen nach deinOrient, um die große Kunst zu erlernen, oder nach den Magnet-bergen Skandinaviens, um der Natur ihre Geheimnisse zu enc.reißen. Die Fürsten beschützten diese Wohlthäter der Mnschheitund nach dem Tode Rudolph 1t fand man in seinem Labora.lorium siebenzehn Goldbarren, die zu Experimenten verbrauchtoder die Beute irgend eines Alchemisten werden sollten. — DerCypriote Marco Bragadino, der sich für den Finder desSceineS der Weisen ausgab, ließ sich Mammon, d. h. Goldgeist,nennen und führte zwei Hunde mit goldenen Halsbändern, dieer alS dienstbare Geister bezeichnete. Er fand Glauben in Eu.ropa. Heinrich IV und andere Fürsten bemühten sich sehr,
») Rosenkreuzer des mittleren Systems einstanden 1622 im Haag;durch fie scheint erst eine Art von Halt unter die früher zerstreutenund allen Rosenkreuzer gebracht worden zu sein. Diese mittleren Ro-senkreuzer hatten Verzweigungen in Amsterdam, Nürnberg, Hamburg,Danzig, Mantua, Venedig und Erfurt. Sie nannten sich wahre Ro-senkreuzer und ihren Stifter Christian Rose. Sie trugen öffentlicheinen schwarzen seidenen Schmuck, welchen sie bekommen, nachdem sieeinige Ertastn gehabt hatten; in ihren Versammlungen aber hatten sieein blaues Ordensband, an welchem ein golvenes Kreuz mit einer Rosehieng. — Der neuen Rosenkreuzer, welche 1756—68 zuerst in Süd-deutschland erschienen und als Regeneratoren der Freimaurerei austra-len, wird später gedacht werden.