Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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ßie zu dem Trugschluß verleitet, diese mir in der Kirchegeltenden Begriffe auch aufgan; andere weltliche Verhältnisseüberzutragen, sich die Menge der unter einander nicht ver-einigten, aber einem Grundherren oder Fürsten sehr ver-schiedenartig verpflichteten Leute ebenfalls als eine Ge-meinde zu denken und so die Staaten nach der Form derKirche ordnen zu wollen. IS) Zwar konnte jener Saz mitden Conseguenzcn, die man daraus ziehen will, nicht ein-mal von der Kirche gelten. Denn die Kirche ist, eigentlichzu reden, nicht eine Association, sondern eine Aggregationvieler Jünger um einen obersten Lehrer. Die Schüler ha-ben nicht ihren Meister gemacht, sondern der Meister hat dieSchüler um sich her versammelt. Nicht die Gemeindenhaben ihre Lehrer, sondern die Lehrer haben ursprünglichdie Gemeinden gestiftet. Auch muß man gestehen, daß diekatholischen Theologen viel weniger in jenen politischenIrrthum gefallen sind; denn die Geschichte und die ganze Ver-fassung ihrer Kirche sprachen zu deutlich dagegen. Allein ei-nige Reformatoren wollten aus übertriebenem Haß gegen dieHierarchie (die Regierung geistlicher Dinge) einen absur-den DemokratiSmuS in die Kirche hineinbringen und eslaßt sich sogar erklären, wie sie zulezt in diesen gröbstenaller Irrthümer verfallen mußten. Denn sobald die Pro-testanten einst von dem obersten Haupt der allgemeinen

16) Paulus scheint schon die Möglichkeit dieses Irrthumsvorhergefthen zu haben und warnet dagegen: „die Knechte,„welche gläubige (christliche) Herren haben, sollen diesel-„bigen nicht verachten, mit dem Schein, dasi fle Drüber„sind: sondern vielmehr dienstbar seyn, dieweil fie glau«„ big und geliebt und der Wohlthat t der besseren Erkennt»„niß des natürlichen Gesczes) theilhaftig sind. Ep. adTimoth. VI- 2.