nannte StaatS-Zweke auf das Interesse deS größerenTheils oder den vräfumirten Volkswillen ankommen und der-selbige zugleich die Quelle alles Rechts seyn soll. Das istdie Schlangenstimme, mit welcher man leichtgläubige Für-sten verführt und in den Abgrund gezogen hat. Aber ih-nen die Kehrseite von jenen Grundsäzen vorzustellen , nachwelchen ein Beamier auch abgesezt, forlgeschikt oder seinePension vermindert werden kann, und daß das Volk, alsder fingirke Herr, zulezt seinen Dienern würde Befehlegeben, über Krieg und Friede gebieten und überhaupt dieAngelegenheiten, die man für die seinigen ausgab, selbstoder anders regieren wollen: daran hüteten stch dieSchmeichler wohl oder man suchte absichtlich die Augenvon solchen Besorgnissen abzuwenden. Das Volk, wähnreman, solle nur die Lasten und Beschwerden der idealen Herr-schaft tragen aber keinen seiner Vortheile geniessen. Da-her erklärt eü stch, daß man in unseren Tagen selbst mäch-tige Fürsten sah, die, von den Principien des neuphiloso-phischen StaatS-Rechts verblendet, ihre Herrschaft ent-wurzelt und stch selbst die Grube deS Untergangs gegra-ben haben. Einige thaten dieses auS weichlicher Gutmü-tigkeit, als denen die schimmernde Schwärmerey gefiel,in allem die Vormünder und Fürsorger ihres Volks zuseyn, stch nur allein seinem Dienste dahinzugehen undbey stch selbst lauter Pflichten und keine Rechte anzuerken-nen; andere aus falscher Ruhmsucht und despotischemSinn, um Gewalthätigkeiten durchsezen zu können, dieman mit dem angeblichen Volks -Bestien beschönigen muß-te. Die Nachwelt wird es nicht glauben können, aberes ist historisch erwiesen: nicht nur aus den Studierstu-ben der Gelehrten, selbst von den Thronen herab wurdendie Principien des gefährlichsten Systems geprcdiget,welches je die Thronen bedrohte; die neue Lehre war
Schliessen