Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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tig machen wollten. Zudem wußte man den Fürsten(und das war ein nicht geringer Grund der Verblendung)die neu philosophischen Grundsäze auch unter dem Ge-sichtspunkt der Erweiterung ihrer Macht und der Weg-hebung aller sonst bestandenen natürlichen und vertrags-mäßigen Schranken darzustellen. So schön und angenehmes ist auf der einen Seite ein Herr zu seyn und in eige»nem Namen, aus eigener Macht zu gebieten: so hat eSauf der anderen Seite auch seine Vortheile bisweilenals ein oberster Beamter zu erscheinen, eigene und de-legirte Macht mit einander zu cumuliren und wo eS nöthigin Folge eines angeblichen Auftrags handle» zu können,den doch niemand zu erklären oder zurükzunehmcn ver-mag. Der Beamtete wird von seinem Herren bezahltund kann alles mit dem vorgeblichen Willen desselben,dem Beßren seines Dienstes entschuldigen, daö soge-nannte Volks-Wohl wird zum Dekmantel alles Eigen-nuzes und aller Ungerechtigkeit. Gaben sich die Für-sten selbst für oberste Beamte des Volkes aus, so wurdenauch ihre Kriege rechtlich zu Volks-Kriegen, ihre Schul-den zu National-Schulden, ihre Bedürfnisse zu StaatS-Bedürfnissen; Conftriptionen, willkührliche Auflagen, ge-zwungene Dienste aller Art, lassen sich sehr bequem ausder Idee eines Gemeinwesens und der erdichteten Volks.Souverainität beschönigen und rechtfertigen, Privat-Rechte und Privat - Verträge mit Individuen oder Cor-poratione» gelten nichts mehr, da wo alles nuraufsoge-

140J ,, Wenn die Herren selbst," sagte die E ud a m 0 n i a T. in.S. 274, »die Brandfakcl schwingen, welche das Haus an-»zünden soll, sollen alsdann die redlichen Diener nicht in» die Wälder flüchten? " Und sehen wir nicht noch ähnlicheBeyspiele vor unseren Augen. Erfahrung hat nicht klügergemacht.