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Bald darauf an der anderen Gränze EuropenS gabCatharina II. das seltsame Spektakel einer Art vonRussischer Ration al - Versammlung zur Ver-fertigung eines neuen GesezbucheS, von deren zwar,weil sie ohne Erfolg geblieben, nicht so viel alö von derFranzösischen gesprochen worden, die aber dennoch zurBezeichnung des herrschenden Zeitgeistes eine gleich merk-würdige Erscheinung ist. Mit den französischen Philoso-phen und ihren Schriften persönlich bekannt, ward auch
480 ff. Es ist bemerkenswerth, daß dieser Minister, dem,wie selbst ein protestantischer Schriftsteller sagt, kein Verbre-chen , kein Bubenstük zur Befriedigung seiner Leidenschaftenzu groß war, in so viele» Schriften stets als ein verdienst-voller Beförderer der Aufklärung gerühmt wurde, ohnedaß man je einen anderen Grund dafür anführt, als daßer den Adel und die Geistlichkeit verfolget habe. Darinbestanden seine Bemühungen das Land aufzuklä-ren, wie sich die Allg. deutsche Bibliothek B. ;z.S. qc>r ff. zu seinem Lobe ausdrükt. Wie wohlthätig siegewesen, kann man darirus abnehmen, daß er 25 Jahr langdie portugiesische Nation mit einem eisernen Zepter regiert,die Gefängnisse des Königreichs mir den Opfern seiner Grau-samkeit bevölkert und während seiner Staats-Verwaltungan Neuntausend Menschen hat hinrichten lassen. Aberalle noch s» erwiesenen Angaben seiner Feinde sollten lauterVerunglimpfungen und schon deswegen unwahr seyn, weilsie vou Jesuiten herkämen; doch waren Murr und Jage-mann keine Jesuiten. Selbst Spittlcr, so behutsamersich auch ausdrükt, wagt es doch nicht den Pombal zu recht-fertigen, sondern nennt ihn einen despotischen Mini-,,ster, der alle Menschlichkeit beyseite gesezt und das Zer-„ stören besser als das Bauen verstanden hätte." Ge.schichte der europäische» Staaten. T. I. S.127 — 130.