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kann gar keine Inkonveniente hat. UebrigenS ist es nichtso allgemein bekannt, (denn man suchte eS zu verschwei-gen) daß auch diese sogenannten Reformen, wenn ste auchmilder als die Jvsephinischen waren, dennoch eine allge-meine Unzufriedenheit erregten. Die philosophische Staats-Verivaltung verfiel in pedantische Kleinigkeiten, die mehrplagten als alle aufgehobenen Zünfte und Privilegien. ZuPiötoja und Prato entstanden verschiedene Mal Em-pörungen und nachdem Leopold Kayser geworden war, sobrach die Revolte allgemein auS. Man dämpfte sie an-fänglich mit Versprechungen die Beschwerden abzustellen,aber gleichwohl wurden über 600 Menschen zu den Galee-ren verurthcilt. Doch verfehlten auch diese strengen Maß-regeln ihren Zwek und die Ruhe in dem sonst so gutmü-rhigen ToSkana ward nicht eher wieder hergestellt als bisder neue GroSherzog den Bischoff von Pistoja absezte J0+)und seines Vaters Neuerungen aufhob. Inzwischensah auch Leopold, als ein überhaupt verständiger und wohl-meynender Fürst, durch eigene Erfahrung und seines Bru-ders Beyspiel belehrt, zulezt die Berderblichkeit jenerGrundsäze ein. Er traf bey seiner Thronbesteigung Hun-garn und Brabant in Aufruhr, in den übrigen Provinzenallgemeines Mißvergnügen an, dazu einen höchst kritischenKrieg mit den Türken, und der Auöbruch der französischenRevolution mag ihm vollends die Augen geöffnet haben.Durch die bloße Rükkehr zur alten Gerechtigkeit, die je-dem das Seinige ließ, gelang es ihm in kurzer Zeit das
*04) Ricci (der Fauchet von Toskana) ganz den neueren irreli-giösen MeynungeN ergeben und von dem Concilio zu Flo«'renz 1786. verdammt.
,->5) Feiler Diet. bist. V. 291. S. auch Triumph der Phils«sophie H. S. 171. »egg.