Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
JPEG-Download
 

Zio

Herren giebt. "> Im Naturstand konnte jeder entwederfrey seyn oder fich den Herren, der ihn nährt und schüzt,selbst wählen, frcywillig in seine Dienste treten und solchewieder verlassen; in diesem sogenannt bürgerlichen müßte«r ihn von dem Willen aller anderen empfangen unddaö soll Freyheit, soll eine Verbesserung des Zustandesseyn.'! Wie leicht kann endlich ein einzelner seine Willkühran Plaz des allgemeinen Willens sezen, seine Interessenund Leidenschaften dem Besten aller übrigen vorziehen!Oder will man die höchste StaatS-Gewalt an mehrerezugleich delegiren, auf daß, wie man sagt, einer den an-deren in Schranken halte und die weiseste Meynung im-mer vorgezogen werde. Dadurch widerspricht sich das Sy-stem abermal; die angeblich souveraine Genossenschaftwürde nur verengt und der größere Theil ihrer Mitgliedervon der Freyheit ausgeschlossen, In Absicht ihrer Aus-wahl finden fich die nemlichen, ja noch mehrere Schwie-rigkeiten als bey einem einzelnen; sodann könnten diesemehreren und stärkeren selbst unter einander uneinig wer-den > sich befehden und wechselseitig paralyfiren oder fichverbinden um die Freyheit der übrigen zu unterdrüken.Dergleichen Repräsentanten find einmal nicht eins undebendasselbe wie das Volk, fie haben eigenen Willen, ei-gene Interessen die mit denen des Volks in direkten Wider-spruch kommen können; in jeder Colltfion werden fie dieersteren den lezteren vorziehen, die anvertraute Gewaltselten zu VolkSzweken, meist zu eigenen Zweken gebrau-

S8j Wie verlegen die neuen Philosophen allemal sind wenn siedas Recht der Majorität mit dem individuellen Willen,als dem angeblich einzigen Gest; vereinbaren sollen, davonwerden wir in dem Abschnitt von den Republiken ausführ-licher reden.