Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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ft nicht so allgemein. ES.ist aber unbegreiflich? daß mandieses Fundament einer so allgemeinen Thatsache nichtfrüher in der vor Augen liegenden Erfahrung, nicht in derNatur, sondern außer derselben gesucht und zu Dichtereyenseine Zuflucht genommen hat, denen in der ganzen Weltkeine Erscheinung entspricht. Statt also den gesellschaft-lichen oder bürgerlichen Zustand dem Stand der Naturentgegenzusezen: lasset uns sehen ob cS nicht besser gelinge,wenn wir blos bey dem lezteren stehen bleiben, seine unun-terbrochrne Fortdauer annehmen und aus ihm alle gesellt-gen Verhältnisse, die kleinen wie die großen, ja die Staa-ten selbst erklären.^ Statt die Befugnisse der Herrschendenauf Rechte zu gründen die sie von ihren Untergebenen rm-P fa n g e n haben sollen, dürften sie nicht viel einfacher undbefriedigender aus eigenen lnatürlichen und erworbenen)Rechten fließen und eben dadurch einerseits fester begründet,anderseits mehr als man glaubte, beschränkt seyn? Stattzur Erklärung ihrer Pflichten künstliche Verträge oder Auf-trag e vorauSzusezen, sollten sie nicht vielmehr in allge-meinen Menschenpflichten deS RechtS und deSWohlwollens bestehen? Starr der Narur zuwider eine un-mögliche Unabhängigkeit aller Menschen anzunehmen:wird eS nicht besser seyn, bey der möglichen Unabhängig-keit ein; einer anzufangen und ohne daß irgend einer et-was aufopfert, an sie die dienstbaren Verhältnisse derübrigen anzuknüpfen ? Statt endlich den Obern durch dieUnteren schaffen zu lassen: sollten wir nicht auch hier denGang der Natur vermuthen, welche in dem ganzen Laufdeö menschlichen Lebens, in allen Beziehungen der Men-schen immer den Oberen vor dem Untern existiern läßt?^>

i) In dem Spiegel des menschlichen Lebens liesse sich diese Ideeauf unterhaltende Weise darstellen. Jeder Mensch ist von