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lur für den Gebrauch aller Macht gegeben habe und wo-rin die natürlichen Mittel wider ihre Verlezung bestehen:das wollen wir seiner Wichtigkeit wegen in zwey folgen-den Capiteln besonders abhandeln. Aber dieses abgerech.net/ lasset uns jezt im allgemeinen die Wohlthätigkeitjenes Natur-GesezeS betrachten und erkennen wie viel wei-ser die Ordnung Gottes ist als der Aberwiz der Menschen.Ssehe! gerade damit der Mißbrauch seltener/ des Unrechtsund der Gewalt auf Erden weniger werde, hat die Naturden Mächtigeren die Herrschaft gegeben. Denn zum Wohl-thun ist das Wissen und Wollen nicht genug, es bedarfvor allem des Könnens. Wie einfach und weise ist nichtschon die Anordnung, daß nur der wirklich Ueberlegenegebiete, daß derjenige andere schüze, der auch wirklichschüzen kann, daß da wo ein Befehl nöthig ist nur der-jenige befehle, der seinem Willen Nachdruk zu geben ver-mag, daß endlich die höhere Macht nur deßwegen herrschet,weil sie Bedürfnissen abhilft. Schaden abwenden und Nu-zen fördere» kann. So wird der Starke der Freund desSchwachen und dieser hinwieder der Freund des Star-ken ; 2 ^> keine gezwungene, keine absolute Unterwerfung(welche die Sophisten uns lehren und seltsam genug fürFreyheit ausgeben) nein! ein liebreicher Austausch wech-selseitiger Wohlthaten, das ist wodurch die Natur gesel-lige Bande knüpft. So bildet fie Staaten und Ge-sellschaften, so schaffet sie Ordnung und Frieden, ohne
Vermöge der Ordnung und der Absicht der Natur; dasGefez der Pflicht immer vorbehalten, welches in Schriftennicht jeden Augenblik wiederholt werden kann und übrigensauch von der Natur gegeben ist.
aGj Modicus validi, validusque iterum modici sese sustentatope, Sophocles.