Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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allemal diejenige Macht deren man am meisten benöthigetist. Im Kriege gilt daher der Tapferste oder Geschikteste,im Frieden gewöhnlich der Edelste oder der Reichste undi» Wissenschaften oder in großen Landes-Kalamitäten,wo eS am Ende blos auf den Verstand, auf gemeinsameGrundsaze, Lehren und Regeln ankömmt: da wird bis-weilen auch der Weiseste gesucht oder alS entscheidendeAutorität angenommen. -■*>

Das ist also ewige, unabänderliche Ordnung Gottes,Laß der Mächtigere herrsche, herrschen müsse undimmer herrschen werde. Freylich kann jede Macht, wieüberhaupt die Freyheit der Menschen mißbraucht werden,indem sie an sich nichts weiter als ein Vermögen rnm Gu-ten und Bösen ist. Welches Gefrz, welche Regel die Na-

vorwarf, daß er Sold verlange und nicht bloß der Ehrewegen diene.

44) Folgen nicht selbst Potentaten in wissenschaftlichen Dingenden Gelehrten! Ist da« nicht der leztercn eigentliches Ge-biet, ihr mächtiger Wirkungskreis? Wollen sie noch Brod-herren werden, sie die keine« geben können, sondern solchesnöthig haben! Die Ideen und Grundsaze, nach welchendie Fürsten bewußt oder unbewußt handle», kommen sie nichtvon herrschenden Doctrinen her, von dem Einflußwabrer oder falscher Gelehrte«! Wie häufig wurden nichtin älteren Zeiten Bischöffe und einzelne Priester als Friedens-stifter angesprochen um verwikelte Streitigkeiten zu beendi-gen , und ihrem AuSsprnche gefolgt? AuS gleichem Grundgeschah eS, daß man oft auf den Papst compromittirte. Erwar der Repräsentant der geistigen Macht, aber nach been-digtem Geschäft, nach vorübergegangenem De,dürfniß, herrschte er auch nicht weiter über die Strei-tenden.