Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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schen- Gefühl sich so sehr gegen lezreres empört, alldieivrit«S an ersterem beynahe gar keinen Anstoß findet. Werthut einem Säugling etwas zu leid, obgleich fast jederMensch mächtiger ist als er? Sind es die Hohen die denNiedrigen oder die Niedrigen die den Hohen ihr Glük miß-gönnen ? Bey wem wird im Allgemeinen das Eigenthumsicherer seyn, bey dem Bedürftigen oder bey dem der frem-des Gut nicht nöthig hat? Von wem werden daher diemeisten Verbrechen begangen, von den obere» Classen dermenschlichen Gesellschaft oder von den niedrigsten? Sindunter den Kriegern die wahren Helden nicht immer diemenschlichsten und unter den Privat. Personen die tapfer-sten diejenigen die am wenigsten Händel suchen, geradedeßwegen weil sie ihre Ueberlegenheit nicht erst zu bewei-sen oder zu erringen nöthig haben. r°> Und im Reicheder Wissenschaften find die größten Geister nicht immerdie billigsten und bescheidensten, diejenigen die fremde»Verdienst am meisten schazen und hervorziehen, alldieweildie mittelmäßigen mit unerträglicher Arroganz jedes Ta-lent verschreyen oder unterdrnken, aus Furcht von demsel-ben verdunkelt zu werden? Durchgehet die verschiedenenClassen von Gelehrten: sind es die Starken oder die Schwa-chen , welche Autorität und Zutrauen mehr zu niedrigen

der Gewalt der Stärkeren, man könnte eben so gut einBuch über den Mißbrauch der Gewalt oder der List derSchwächeren schreiben.

30) Das gleiche gilt unter den Thieren. Die Stärkere» stichimmer die Großmüthigeren. —

Parcit

cognatis maculis similis fera. Quando Leonisortior eripuit vitam Leo , quo nemore unquamexspiravit aper majoris dentibus apri ?

Indica tigris agit rabida cum tigride pacemperpetuam: «sevi» inter se convenit ursis.

JuvtSat. XV> 5- I 59‘