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Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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An sehen wird hinreichen da wo der andere Gewalt brau-chen mußte, seine Macht die vorher die Ruhe des StaatSgefährdete, wird nunmehr den Frieden selbst befestigenund zur Wohlthat für alle werden. ^Endlich, und das istdie wichtigste Betrachtung, so hat es die.Natur mit be-wundernswürdiger Weisheit also geordnet, daß gerade dasGefühl eigener Ueberlegenheit unwiderstehlich den Cha-rakter veredelt und die Entwiklung eben derjenigen Tu-genden begünstigt, welche für die Untergebenen am noth-wendigste» sind. Zweifelt Ihr etwa an dieser Wahrheit:o! so sagt mir doch warum Ihr steig von dem Herren ed-lere Handlungen als von dem Diener fordert und wa-rum Ihr alles niedrige an den Großen so unerbittlichstrenge beurtheilt? Ist eS nicht, weil es an dem Mächt,,grren unnatürlich, mithin auch seltener ist, weil er dazuweniger Veranlassung, weniger Vorwand hat? Bewach,tkt daS tägliche Leben und Treiben der Menschen untereinander und antwortet, ob überhaupt nicht häufiger derSchwache gegen den Starken zu usurpiren sucht und wirk-lich usurpirt, als daß der Starke den Schwachen beleidi-get. S9 > Erkläret mir sonst, warum das allgemeine Men-

*9) W»her z. B. so viele Geseze gegen den HauSdiebstahl, wor-unter man das häufige Verbrechen versteht'/ wodurch einDiener seinen Herren beftiehlt. Wie kömmt es aber, daßman kein Gest; gegen denjenigen HauSdicbstahl sieht, woein Herr seinen Diener beftiehlt? Offenbar weil es äußerstselten ist und kaum als möglich präsumirt wird. Der ntwiljeve Herr ist vielleicht innerlich vor dem Richterstuhl Got,teS nicht besser als sein Knecht; ex kann vielleicht gegen ei-nen höheren Herren untren und betrügerisch seyn, daß eraber seinen eigenen Untergebenen beraube ist naturwidrig,niederträchtig und erregt eben wegen seiner Sctlcnhcit s»wieten Abscheu. ssra» schreibt s» v,el gegen den Mißbrauch