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ükelverstandener Sparsamkeit eingeführte Knauserey, beywelcher niemand etwas zu hoffen/ niemand für treueDienste eine schöne Belohnung zu erwarten hat. Alleindas Vermögen muß wenigstens nicht geschwächt werden,und die Ausgaben sollen stctö im Verhältniß mit den Ein-nahmen bleiben. *> Der Reichthum besteht nicht nur indem Best; von Domainen und liegenden Gütern, obgleichdiese das Fundament des FürstenthumS sind; sondern indem Vermögen aller Art, in dem Ueberfluß der Ein-künfte gegen die Ausgaben, in der Masse von Hülfsmit-teln über die man zu jeder Zeit für nothwendige undnüzliche Zweke gebieten kann. Solch überlegener Reich-thum ist diejenige Macht, wodurch mau am natürlichstenuud dauerhaftesten über andere Menschen herrschet, indemman ihr allgemeinstes Bedürfniß, die nothwendige undangenehme Erhaltung deö Lebens befriediget, ihnen tau-fenderley Dienste oder Vortheile anbieten, und sich da-durch täglich mehr Freunde und Anhänger erwerben kann.Diese Macht muß also vorzüglich geschont werden, damitder Fürst, auch an eignem Gut und Vermögen, stets dermächtigste in seinem Land verbleibe. Daß einzelne
i ) Naiv drillten sich hierüber die alteren Schriftsteller aus.So sagte z. B. der Canzler Reinkingk in seiner bibl.Polizei) S. 247. Axioma LVI. „Große Herren haben große«Einnahme», sie haben aber auch große Ausgaben, dcro-„ wegen sie mit allem Fleiß, wenn sie ihre Regierung glück-„ lieh führen wollen, die Ausgaben nach den Einnahmen„also proportioni«» und einrichten müssen, daß jene diese„nicht übertreffen, bey Gräflichen Einnahmen keine Fürst-„ lichen, oder bey Fürstlichen Einnahmen keine Königllche»„Ausgaben thun, sondern dahin trachte», baß noch alle„Jahr etwas im Vorrath verbleibe, im Fall der Noth sei*„ches h«ben anzugreifen.".