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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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alter sind freylich verschiedene privilegirte Städtedurch größeren Reichthum theils über ihre eigenen, theilsüber benachbarte Herren emporgewachsen; aber allemalgeschah es durch die Verschwendung der lezteren und dieSparsamkeit der ersteren; ein natürlicher Wechsel derDinge, den keine menschliche Künftelcy hindern kann.Daß die stark begüterten Ritter-Orden, wie z. B. dieTempelherren, die Maltheser und die Johanniter oderDeutschen Herren, den Königen und Fürsten, in derenLändern sie saßen, durch ihren Reichthum gefährlich ge-worden seyen, kann man eben auch nicht behaupten; dieseBesorgnisse waren bloßer Vorwand, und ihre Zerstörunghatte einen ganz andern, nicht sehr rühmlichen Grund.Wäre aber auch eine solche Gefahr vorhanden, so giebteö dagegen, nebst der eigenen guten Oekonomie welche stetsdas sicherste ist, noch andere rechtmäßige Mittel: nämlichentweder dem Aufkeimen dieser Corporationen gleich beyihrem Ursprung zuvorzukommen, oder sie genau und involler Ausdehnung zur Erfüllung ihres ersten ZwekeS,B. die Ritter-Orden zu Kriegö-Diensten und KriegS-Veyträgen, die kirchlichen Genossenschaften aber zur Ver-pflegung der Kranken und Armen, zum Unterhalt derSchulen u. s. w. anzuhalten, oder endlich sich selbst zumHaupt und Veschüzer derselben auszuwerfen; wie danndie größeren Fürsten sich, wenigstens durch nachgeborneSöhne, in den Besiz der mächtigeren BiSthümer zu sezenoder sich die Großmeisterschaften der größeren stark begü-terten Ritter-Orden zu verschaffen wußten, und dadurchselbst ihre eigene Macht vermehrten. Eine Auflösung

2) Don Ferdinand dem kathvl. in Spanien erzählt Job. vonMüller, er habe durch Uebernahme des GroßmeisterthumSder verschiedenen Orden den größte» Einfluß auf alle edel»