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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Noch gefährlicher ist eine drükende Schuldenlast für dirFürsten, wenn sie derselben, ohne den guten Willen ihrerUnterthanen, durch Gewalt abzuhelfen suchen. DennGewalt ist nicht immer möglich, besonders nicht in demAugenblik wo man z. B. in einem äußeren Krieg begrif-fen, mithin in dringender Noth ist. In solchen Fällenhat man Truppen gegen den Feind nöthig, und kannnicht noch deren zur Eintreibung von Contributione« setuden. Auch bewirkt der Zwang nirgends weniger als inGeld - Sachen, man erhält dadurch die benölhigten Sum-men nie in hinreichendem Maaße, noch zu gehöriger Zeit.Das baare Geld gehört keinem besonder» Ort, keinemVaterlande an; es flieht vor der Gewalt und verbirgt sichvor den Soldaten, nur Zutrauen und angebome Gegen-Voriheile vermögen dasselbe hervorzuloken: daher auchdie Erfahrung beweist, baß alle gezwungenen Anlchnund gewaltsamen Contributione» immer nur sehr wenigabwerfen. Willkührliche Auflagen in'S Uebermaaß getrie-ben , haben ihre Schranken in der Natur der Dinge undin der ZahlungS-Fähigkeit der Unterthanen. IndirekteSteuren kann jedermann vermeiden, sobald seine Umständees ihm zur Nothwendigkeit machen, und bey den direktenBeschazungen, z. B. den Vermögens - und Classen-Stcu-ren wird jeder sein Vermögen geringer angeben, zu ver-heimlichen , oder der Zahlung auf allerley Art auSzuwei-chen suchen. 1Ä) Dabey ist die Gewalt welche man zuEintreibung willkührlicher Conlributionen gebrauchen muß,selbst wieder mit großen Kosten begleitet; sie vernichtetdaS Ansehen des Fürsten, die freywillige Zuneigung derUnterthanen, durch welche man mehr als durch allenZwang erhält, und kann am Ende sogar, wie die Ge-

lS) Mr-l. 1. U. Cap. 37. Ä, SS°—rz«.