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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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schichte beweist, gefährlichen Widerstand veranlassen,durch welchen der Fürst Gefahr läuft, um Land und Un-abhängigkeit zu kommen, oder wenigstens noch nachtheili-gere Verträge eingehen zu müssen, und feine Macht aufalle Zukunft beschränken zu lassen.

Wie dem allem ungeachtet neuere Cameralisten die selt-same Lehre aufstellen konnten, daß eine große Schulden-last die Macht der Fürsten vermehre, ist nur aus den vie-len Vernünftcleyen zu erklären, wodurch man begangeneFehltritte zu beschönigen und stch über mißliche Lagen zutrösten sucht. Denn dergleichen Doctrinen sind nur insolchen Staaten entstanden, wo bereits große Schulden^vorhanden waren oder neue errichtet werden sollten.

Man brachte dafür zum Vorwand an, die Gläubiger wür-den desto mehr von dem Fürsten abhängig und an seinerErhaltung interessirt, man müße die Menschen bey ihremEigennuz nehmen, daü anvertraute Geld sey ein Banddesto mehr und gleichsam eine Bürgschaft deö Gehorsam-u. s. w. Allein vorerst ist cö nicht nur eine unedle, son-dern sogar eine falsche Rechnung, die Menschen nur durchFurcht vor dem Verlust ihres EigenchumS an sich binden zuwollen; denn diese Furcht kann unter Umständen gerade

I?) I. B. Lettres sur l’empruut et l’impot adresses i Mr.par Mr. Rilliet de Saussure, Citoyen de Geneve 1779.rec. in Gott. gel. Anz. - 781 . S. 915. Ci» Werk worin dieunbedingte Vermehrung der Staats» Schulden als das Mei,sterstük der Politik angerathe» wird. Eben so wird die großeSchuldenlast anempfohlen in Pinto Essai on Credit p. 9.seqq. Hope's lettres on Credit p. 19. aeqq. B ll f ch. T. I.

S. 414 ff. und von Struensee staatSwirthschafkliche Ab,Handlungen T- I. @. r-; ff. Dagegen vergleiche man abe«Necker , des sinauces de ia Flaue» T- H. p. 577. feqqNntterC