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zu erhalten , mit dem Ueberschuß entweder Schulden zutilge»/ oder denselben mittelst Erwerbung von Güternoder auf andere Weise neuerdings fruchtbar anzulegen.3°Unser arithmetisches schreibseliges Zeitalter opfert auchhierin« das Innere dem Aeußern/ das Wesen dem Scheinauf: und die Erfahrung beweist/ daß diejenigen Staateneben nicht die reichsten und wohlhabcnsten sind/ welchesich durch Pomp und Glanz der Buchhaltungen und Rech-«ungen am meisten auszeichnen.
Sind endlich durch Kriege oder andere Calamitate»außerordentliche Bedürfniße vorhanden / zu deren Bestrei-tung die gewöhnlichen Einkünfte durchaus nicht hinrei-chen /so müssen freylich auch außerordentlicheHülfS-mittel geschafft werden. In solchen Fällen ist eö ambcßten/ zwar nicht Domainen zu veräußeren/ aber entwe-der andere leicht disponible Capitalien und Ramral-Vor-räthe zu versilbern/ oder mit ungeschwächtem Credit diebenöthigten Summen im Jnn- und AuSland aufzuneh-men/ dabey aber sogleich entweder durch Vermehrungder gewöhnlichen Einnahmen, oder durch Reduktion an-derer vor der Hand entbehrlichen Ausgaben so viel zugewinnen oder zu erübrigen- daß nicht nur die Zinse
31) Landgraf Wilhelm der ältere von Hessen ermähnte seinenSohn Morir in seinem Testament ,, flch guter Haußhalrung«zu befleißen, selbst zu seinen Sachen zu sehen, nicht alles„auf andere Leute zu stellen, sondern sich nicht schämen die„Wochenrechnung in der Haushaltung selbst zu übersehen-„insonderheit aber des Kammerschrcibcr Lranksteur, Wein-„und Küchcnrechnung selbst abzuhören, damit er sehe, daß„er vor sich und nicht hinter sich haushalte, auch nitmehr„verthue als er Einkommens hat." Reinkingk biblischePolizep S. H9< Wie einfach und hauSoätcrlich t