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farni nicht genug bemerkt werden, daß im Allgemei-nen hierin mehr der Mangel als das Uebrrmaaß zufürchten ist. Sind endlich mit Treu, Fähigkeit undDiensteifer noch angenehme Eigenschaften desGeistes und Charakters verbunden, Klugheit, Men-schenkenntniß, ein gefälliges und liebreiches Betragen,welches allfällige Schwierigkeiten zu heben, und den Wil-len der Menschen den Absichten des Fürsten geneigt zu ma-chen versteht, den Werth der geleisteten Dienste zu erhö-hen, und selbst den Abschlag weniger empfindlich zu ma-chen weiß: so ist der vollkommene Beamte vollendet, undsolche Diener werden nicht nur die Zweke und Interes-sen des Fürsten außerordentlich fördern , sondern tragenauch unglaublich viel zu seinem persönlichen Ansehenbey, denn man urtheilt nach denselben über seinen Ver-stand und schließt von den Umgebungen oder Gehülfen vor-hcilhast auf ihn selbst zuruk. ->
Die Mittel dergleichen Diener zu finden und zu er-kennen find nicht so schwer alö man glaubt, eS bedarfdazu mehr noch eines reinen und festen Willens als aus-scrordenilicher Menschenkenntnis;: und wenn man die klugeoder glükliche Auswahl der höheren Beamten, als dasMerkmal eines großen Genie auSgiebt, so scheint eS mirüberhaupt nur so viel zu beweisen, daß dergleichen Für-sten mit festem Willen nur aus die Förderung ihres eige-nen Dienstes bedacht find, nicht aber diesen oder jene»Personen Gefälligkeiten zu erweisen suchen. Denn wernur den Zwek, die Sache welche geleistet werden soll,. im Auge hat, und daher anderen Rükstchten oder persön.lichen Empfehlungen kein Gehör giebt: der wird gewißauch mit mittelmäßigem Verstand sterS den rechten Man»
2) S, hierüber Macchiavslli de principe Cap, 31,