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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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sich würdig erzeigen muß, die durch mancherley Zufälleverrohren werden können, und deren Erhaltung, mittelstfremder Hülfe, auch bey sehr mittelmäßigen Eigenschaftenmöglich wäre. Daher muß ein Fürst, der seine Herr-schaft befestigen will, auch sorgfältig darauf bedacht seyn,durch seinen Charakter und eine standesgemäße Lebensartdas höchste persönliche Ansehen, die freye mora-lische Ehrfurcht der Unterthanen für seine Per-son und sein ganzes Haus zu erhalten, welche man nichtunschiklich eine moralische Macht (force d’opinion)heissen kann. x > Zwar entstehen daraus noch keine In-surrektionen, und ein Fürst verliert deßwegen nicht un«mittelbar den Thron, wenn er sich schon gemein oder garverächtlich macht ; denn er schadet dadurch nur sich selbstund die Unterthanen werden in ihren eigenen Rechtennicht beleidiget. Aber in Zeiten der Roth wird ein solcherFürst auch viel eher verlassen, und mit der Ehrfurcht deSBolkS fällt ein großer Theil der Macht hinweg; denn e§ist unglaublich, was das persönliche Ansehen für einemoralische Kraft giebt, wie sie den Geist aller Untertha-nen belebt, ihrer Eigenliebe schmeichelt, freywilligen Ge-horsam bewirkt, den Eifer und die Anhänglichkeit erhöht,treue Dienste befördert und selbst die Achtung deS Aus-landcS vermehrt, welche die sicherste Garantie des Frie-denS und der Unabhängigkeit ist. Zwar laßt sich dieseEhrfurcht weder durch Gebote, noch durch Verbote er-zwingen; aber sie folgt nothwendig und unwiderstehlichauf alles was wirkliche Ueberlegenheit beweist, was den

J) M a cch i a vell nennt dieses H a ß und Verachtung ver-weisen oder auch großen Ruf erwerben, und sagtdarüber im i 9 ten und risten Capitel seines Buchs 6« prin-cipe, obgleich nur fragmentarisch, sehr gute Dinge.