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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Fürsten, eS sey in Rüksicht deS Geistes, deö Charakters,der äußern Lebensart, der Beschäftigungen, der Vergnü-gungen u. s. w. vor anderen Menschen auszeichnet, wasmit einem Wort an höhere nüzliche Macht aller Arterinnert und dieselbige bestätiget. Denn das Ansehen oderdie Hochachtung ist, wie schon der AuSdruk beweist, nichtsanders alö die Anerkennung der Ueberlegen-heit, 2) und ist diese leztere wirklich vorhanden, so ziehtsie unfehlbar die Augen der Menschen auf sich, und eSvermögen dieselben dem Gefühle der Ehrfurcht nicht zuwiderstehen.

So viele verschiedene Kräfte, so viele Arten von Ue-Lerlegenheit eS giebt, so viele Fundamente hat auch daSAnsehen: und je mehrere derselben ein Fürst in sich ver-einiget, desto größer wird auch die Ehrfurcht der Unter-gebenen seyn. Hohe Tugenden und Talente (Ueber-macht an Geist und Charakter) wären freylich das ersteund wesentlichste; denn solch geistiger oder moralischerUeberlegenheit, besonders wenn sie noch mit andern GlükS-gütern verbunden ist, gehorchen die Menschen am liev-

3 ) Existimatio potemite conjuncta tum bonitate, wie HobsbeS fich ausdrükt. Ueber die Ehre und den Cultusals äußere« Zeichen derselben, macht er vortreffliche Bemer-kungen de cive Cap. XV. 9. Auf der nämlichen Idee derMacht beruhet e«, wenn Pufendorf sagt: tanti quisqn*inter homines judicatur, quantum sine aliorum homi-num ope ipse potest. Wie daS deutsche Wort Ansehen,so sind auch die französischen eonsideration, respect u. s. w.von demjenigen hergenommen, was die Augen der Menschen«uf sich zieht. Nun geschieht dieses nicht bey dem gemeinen und alltäglichen, sondern nur bey dem höheren und 'selteneren, was Ueberlegenheit beweist.