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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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lich, so kann der Fürst dadurch um Land und Unabhän-gigkeit kommen, und eS ist Tollkühnheit stch ohne Grundund Noth einer solchen Gefahr auSzusezen. Wägen sichaber auch die Vortheile und Nachtheile gegen einanderab, so daß man am Ende durch den Krieg nichts gewinnt,keine größere Sicherheit erwirbt alö man vorher besaß,so ist ein solcher Krieg immerhin eine dem Staat ge-schlagene Wunde; denn eS werden dadurch Mannschaft,Vermögen, Ansehen, oft sogar die Besizungen geschwächtauf denen die Unabhängigkeit des Fürsten beruht, mithindadurch fein künftiger Untergang vorbereitet oder er-leichtert.

Ein gerechter und nüzlicher Krieg muß des Friedenswegen unternommen, als Mittel und nicht als Zwek be-trachtet werden; auch soll er mehr Vortheile und Sicher-heit bringen als die Unterlassung desselben, und diejenigenFürsten sind immer schlechte Politiker gewesen, welche sichmit dem Ruhm der Schlachten und Siege begnügten,aber dieselben nicht alö Mittel zu schnellerem und besse-rem Frieden, d. h. zu vortheilhaften Verträgen benuzren. r»Allein wenn auch eine Beleidigung erlitten worden, mit-hin der Krieg aus gerechten Ursachen unternommen wer-den kann: so hat die Klugheit immer »och zu berechnen,ob eö auch nüzltch sey ihn wirklich zu führen, ob derGegenstand des Kampfes werth sey, und ob der leztere

S) Bellum gerimus ut in pace degamus. Aristot.

Sapientes pacis causa bellum gerunt. Sallust.Bellum autem ita suscipiatur, ut nihil aliud nisi paxqutesita \ideatur. Cicero Off. I. 35.

Non pax quaeritur ut bellum exerceatur, sed bellumgeritur ut pax adquiratur. Augustin.