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kriegerischer Geist weiß sogar jene materiellen Hülfs-mittel großentheilS zu entbehren oder herbeyzuschaffcn,wo ein anderer sie nicht findet; denn eS ist gar nichtzu berechnen, wie sehr der feste Wille, der reineund lebendige Eifer zu einem guten Zwek, die Auf-merksamkeit spannt, die Sinne schärft, und alle Mit-tel zum Erfolge erbliken läßt, die dem Trägen und demFeigen entgehen. Ja selbst die erlernte Wissenschaft oderdie sogenannte Kriegskunst ersezt jenen Geist des Krie-ges nicht, sondern muß ihm bloß zu Hülfe kommen. Denndas wahre Talent bringt, wenn es nöthig ist, die Wissen-schaft aus sich selbst hervor, aber die Wissenschaft nie dennatürlichen Geist. Dieser schaffet die Regeln und Mittelindem er sie auö der Natur erborgt und eben deßwegenauch nach Umständen abzuwechseln oder beyseite zu sezenweiß: jene befolget sie sklavisch, mithin auch wenn sie nichtnöthig oder zwekwidrig sind; und die vortrefflichsten Mu-ster nachzuahmen ohne ihren Geist zu besizen, heißt ebenso viel, als wenn man sich Flügel bauen wollte, um wiederAdler fliegen zu können. Auch sieht man in der ganzenGeschichte, baß oft die mächtigsten Reiche, durch zahlloseHeere beschüzt, mit allen KriegS-Erfordernissen ja selbstmit Cultur und Wissenschaft wohl ausgerüstet, gegen klei-nere zu Grunde giengen, und bisweilen fast mit einemSchlag vernichtet wurden. Ein einziges Wort erklärt die-ses Phänomen: der Geist war nicht mehr da, der diesesalles erst lebendig macht.
Allein wie kann man dieses kriegerische Talent erwer-ben ? Dasselbe ist zwar, wie die Festigkeit des Willens,die Schärfe des Verstandes, die Kraft und Beharrlich-
„Weisheit v. iz." „Er giebt und nimmt den Krie-„gern den Muth." 2es. xix. 3 ,