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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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sogar das einzige Mittel zum Frieden, die unentbehrlicheBedingung der Selbstständigkeit ist. Denn der von unsernheutigen Philosophen so oft gepredigte Saz, daß der Kriegdie Staaten zu Grund richte, ist großentheilS falsch oderwenigstens sehr unbestimmt auögedrükt. Von glüklichenKriegen ist solche Behauptung offenbar ungereimt: denndiese erwerben und befestigen die Unabhängigkeil, sie schaf-fen und erhalten die Staaten; auch wird man kein einzi-ges Reich/ keine Republik in der Geschichte finden, wel-che ohne dieselben emporgekommen wären, oder fich langeerhalten hätten. Allein auch unglükliche Kriege vernich-ten die Staaten nicht unmittelbar durch fich selbst, sondernnur durch den gebeugten Geist, das verminderte Ansehen,die vermehrte Schuldenlast, und besonders durch den dar-auf folgenden nachtheiligen FriedenS-Vertrag,welcher den künftigen Untergang vorbereitet, aber oft ohnevorhergegangenen Kampf eben so gut, ja noch verderbli-cher und mit mehrerer Schande erfolget wäre.

Inzwischen läßt fich auch durch kriegerische Tugendender unaufhaltsame Gang der Natur zum ewigen Wechselaller Dinge, mithin zum endlichen Untergang eines Staats,nicht aufheben, sondern nur auf unbestimmte Zeit zurük-schieben. Glükliche Kriege schaffen und erhalten zwardie Staaten, sie bewirken am Ende waö man gesuchthat, einen soliden ungestörten Frieden. Aber gerade die-ser vollkommene, durch lauter Kriege errungene, undlange Zeit hindurch genossene, ungestörte Friede, ist hin-wieder, wie der Stillstand des Wachsens im menschlichenLeden, das wahre schleichende Gift der Staaten, welchesam Ende nothwendig und unvermeidlich ihren Untergangherbeyführt. Nicht daß ein solcher Friede nicht zu wün-schen sey; er ist vielmehr die Epoche de§ höchsten GlükS,