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der feste Zlvek aller Kriege; denn wozu soll man am Endekämpfen. wenn man keine Feinde mehr hat. Allein gleich.Wie der höchste Gipfel des Glükö allemal der Anfang deSWerfalls ist: so befördert auch eine solch' lange ununter-brochene Ruhe nicht mehr Tugenden oder Kraft-Aeuße-rungen , sondern leitet den Geist der Menschen nur aufden Genuß, und erhebt die sinnlichen Güter zu einem Gö-zen, über welchen man nicht höheres / nichts heiliges mehranerkennt. Sie erzeugt nothwendiger Weise übermäs-si ge n Reichthum, der das Herz nur an das Geld fes-selt und von höheren Interessen ablenkt; Weichlichkeit/die alle Entbehrungen, alle Kraft-Anstrengung verab-scheut, und deßwegen größere oder dauerhaftere Güter ver-scherzt; Sittenverderbniß, welches nicht sowohlin häufigen Pflicht-Verlezunqen, als in der Verachtunghoher Tugenden, und in dem gesunkenen Glauben an dieses-den besteht; Eigennutz, der seine Sache von der allge-meinen oder von deren des Fürsten zu trennen beginnt, weiler sie ohne dieselbe erhalten zu können wähnt; Sorglosig-keit, aus Ekel gegen die Mühe des Wachens und ArbeitenS,die aller Calamitäten Anfang ist, und U e b e r m u t h, wel-cher gewöhnlich vor dem Falle kömmt, weil er den Feindverachtet und nur aufphysische Kräfte traut. Ein solcherdurch langen Frieden entnervter Staat kann zwar aus.serlieh noch sehr blühend aussehen; es findet sich in dem-selben eine unermeßliche Menge von Reichthümern undmateriellen Hülfsmitteln, Wissenschaften, Kenntnisse,
/4) « <« c< pejor serpentibus afris — luxuria incubuit , vie-
tumque ulciscitur orbem, wie Marlial von dem vcrdopdenen Römischen Reiche sagt.
jj) Vitia ubi iu mores abeunt , ibi remedio nop est locpg.Seneca.