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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Geistes-Cultur aller Art, ja selbst Liebe zu Erhaltung dr-bestzenden Glükv; aber die Seelen-Kraft ist gewichen,die dieses alles erst zu gebrauchen, zu leiten, zu behaup-ten vermag. IS > Es herrschet bey solchen Völkern oftnoch eine augenbliklich lebhafte Erinnerung an die Tu-genden der Väter, und Prahlercv milden Großtha-ten der vergangeneu Zeit; aber jenes Andenkenist kraftlos, und das Feuer quillt nicht mehr aus innererGlut. So rühmt stch oft der Greis mit den Thaten sei-ner Jugend, und wähnt dieselben noch im Alter fortseze«zu können. So kämpft auch der Sterbende vergeblichgegen den Mangel der inneren Lebenskraft. Selbst einzelnekraftvolle Regenten und mehrere große, besserer Zeitenwürdige, Seelen, die sich oft in einem solchen Staatenoch finden, vermögen ihn nicht mehr zu retten odersein Verderben auch nur für kurze Zeit aufzuhallen.Sie sieben gleichsam allein im Kampfe, für ihre Tugen-den haben die übrige» keinen Sinn mehr; fie werdendaher auch nicht unttrstüjt, stehen mit allen Begriffenund Gewohnheiten des Landes im Widerspruch, werdenalS Herrschsucht, Eigensinn oder als Schwärmerey aus-gedeutet, und ziehen dem zu spät gebornen Helden nurMißgunst oder Verfolgung zu. So ward daS Persi-sche Reich von dem Macedonischen, in Gebirgen abge-härteten und im Lager erzogenen, Alexander bezwungen,so fiel daö entnervte verweichlichte Rom, bey einer un-

if) Kriege sind die schrcklichen Lehrer der ewigen Wahrheit,daß Reichthum/ Wissenschaft, Cultur und daß alle Ge-schenke der Geburt oder des GlükS eitel sind, sobald in"stolzer oder wollüstiger Gclbstvernachläßigung, der Menschvergißt Mann zu seyn. 2oh. von Müller Weltge-schichte. I. s-