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Erwekung -es guten Willens noch viel leichter als mitGewalt erhalten werden. Die neuesten Zeiten alleinscheinen von dieser Regel eine Ausnahme zu machen,als in welchen die Verschwörungen nicht durch Bedrü-kungrn, sondern durch den Fanatismus einer falschenLehre entstanden, und, auf eine sonst unerhörte Art, nichtgegen die Mißbräuche, sondern gegen die Existenz der Für-sten selbst gerichtet waren. Allein dagegen muß erstenSbemerkt werden, daß diese revolutionären Versuche nieund nirgends von der Masse des Volks, sondern nurvon einer Sekte ausgegangen sind, deren man die Gewalt indie Hände gegeben harre, oder vor deren man sich überallzu fürchten schien; und dennoch haben wir ungeachtet die-ser epidemischen UmstürzungS-Wuth, ungeachtet dem Auf-ruhrs-Geschrey und der unglaublichen Thätigkeit einer inganz Europa verbreiteten Sophisten-Zunft, ungeachtet derSchläfrigkeit und Furchtsamkeit fast aller Regierungen,in keinem Land revolutionäre Insurrektionen auSbrcchen ge-sehen, und eS hat die Sekte ihre Absichten nirgendwodurchsezen können, als da wo die Fürsten selbst dazu Vor-schub thaten, ( wie in Frankreich und anderswo) oder wosie durch den direkten Einfluß einer fremden Macht offen-bar begünstiget und mit Gewalt unterstüzt wurden.
Demnach ist für einen rechtmäßige» Fürsten nichtsleichter als die Ruhe und Zufriedenheit in seinem Landezu erhalten oder inneren Kriegen zuvorzukommen. ESbedarf dazu keiner feinen Politik, keiner erlernten höhe-ren RegierungS-Kunst, sondern nur einer ganz alltägli-chen, dem Menscven überhaupt natürlichen Gerechtigkeit,verbunden mit der Sorgfalt relativ gegen jeden Einzelnenimmer der Mächtigste zu bleiben. Mit eigenen Rechte»sich zu begnügen und jedem das Seine zu lassen, die Ug-