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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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terthanen in ihrer erlaubten Privat-Freyheit, ihren Lieb-lings. Neigungen nicht zu quälen, die Niedrigen nicht inihrem Erwerb, die Höheren nicht in ihrer Ehre zu belei-digen, überhaupt keine absichtlichen Gewaltthätigkeiten zuverüben, der Wuth deö ReformircnS, des allzuvielen Le-giSferirens und UniformisircnS (welches ohnehin dem Für-sien nichts nüzt) sich zu enthalten, *> ohne Noth sichnicht in die Lebensweise der Unterthanen zu mischen, die-selben in ihrer ökonomischen und gesellschaftlichen Existenz,ihrer Religion und Sprache, ihren Sitten und Gewohn-heiten nicht zu stören, Vertrage, Statuten und rechtlicheUebungen nicht abzuändern, die Abgaben nicht zu erhö-hen oder nur für offenbar nüzltche Zweke und mit billi-gem Maaße zu fordern, in Dingen wo kein Zwang er-laubt ist nur An- oder AblokungS-Mittel zu gebrauchenu. s. w.: — daö sind die einfachen, schon durch die natürlicheBilligkeit eingegebenen Maximen, wodurch Ruhe und Zu-friedenheit in jedem Lande erhalten wird. Ein Fürst derdiese Regeln befolgt, kann gewiß vor inneren Gefahrenunbesorgt seyn, und in dieser Rüksicht auf die Dauer sei-nes Reiches zählen. Selbst wenn er das Land eroberthätte, wird er nicht nöthig haben, nach Macchiavrllö Vor-schlägen, solches mit zahlreichem Militär bcsezt zu halten,noch die Einwohner zu verpflanzen, zu entwafnen oderfremde Colonien anzulegen, noch beständig darin zu resi-diren, noch vielweniger die Frevgewesenen auszurotten.Wofern er nur fremde Rechte nicht gewaltthätig umstürzt,so wird ihm gewiß die strengste Ausübung seiner eigenenkeine gefährlichen Feinde machen. Selbst eine Menge

4) B. II. S. 357 u. <&. 381 ff. Jedes Regiment, jede Oder-herrschaft (sagte schon Aristoteles) währt desto länger, seweniger der Gegenstände sind über die sie zu gebieten hak-Aristot. Pol. Y.« n.