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worbener eigenthümlicher Güter noch durch sich selbstmächtig werden, und alle Unterthanen direkt nur von ih-nen abhängig sind : so ist e6 ihnen auch nicht schwer , beyirgend einer günstige» Gelegenheit sich von dem höherenVerbände loSzureiffen, die anvertraute Gewalt zur eigenenzu machen und dadurch selbst unabhängige Fürsten zu wer-den, wobey sie fast allemal noch auf den Beyfall ihrerUnterthanen zählen können. Diese Gelegenheiten müssensich aber nothwendig sehr oft finden, wenn eben kein gros-ser Geist an der Spize des Reiches sieht, wenn die Königedurch innere oder äußere Kriege geschwächt, durch Weich-lichkeit entnervt, durch Hof-Faktionen gelähmt sind, wennder Manns-Stamm auöstirbt oder auch nur Vormund-schaften eintreten, SuecessionS - Streitigkeiten entstehenu. s. w. Daher sehen wir auch in der Geschichte, daßgerade diese großen, militärisch organisirten Reiche in derFolge fast immer in viele kleine zersplittert, oder wenig-stens leichter von fremden Machten unterjocht worden sind.So ergieng es der Macedonifchen Monarchie nach Alex-ander dem Großen, dem Kalifat der Araber, der Hunni-schen und Mongolischen Herrschaft, dem deutschen Reich,welches ein Zweig LeS Fränkischen von Karl dem Gros-sen war, und unter vielen Stürmen und innern Verwir-rungen dennoch wegen der Redlichkeit seiner Einwohnersehr lange daurte; so wird eg vielleicht auch bald demOsmannischen Reich ergehen, wo die DeyS an der Afri-kanischen Küste, mehrere Paschahö in Europa, und be-sonders die zinsbaren Fürsten in der Moldau und Wal-lachen seit langem gewöhnt sind, dem Großherren zu Con-stantinopel fast allen Gehorsam zu versagen; und diese na-türliche Auflösung oder Zerstüklung wäre vielleicht für dieBewohner jener herrlichen Länder das wünfchenwerthcsteund vortheilhasteste/ wenigstens den allfälligen fremden